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Beim Friedensgebet wurde angesprochen, dass viele Menschen aus der Ukraine fliehen. Bei dieser Gewissheit können wir jetzt direkt helfen.

Am Dienstag hat das THW im Hofheimer Pfarrsaal 20 Feldbetten aufgestellt und der Saal hat sich in ein Flüchtlingslager verwandelt. Im vorderen Teil wurden Tische aufgestellt als Aufenthaltsraum und eine Kinderspielecke eingerichtet, mit Spielsachen, die der Kindergarten zur Verfügung gestellt hat.

Am Donnerstag 10. März werden die ersten Geflüchteten bei uns ankommen, wir wissen nicht wer kommen wird, ob nur Frauen, oder mit Kindern und Jugendlichen. Diese Personen sollen in der Woche auf Wohnungen durch die Gemeinden verteilt werden und an den darauffolgenden Donnerstagen werden wieder neue Flüchtlinge ankommen.

Wir bitten um Ihre Mithilfe! An den Donnerstagen soll für die Menschen, die sicherlich schon länger nichts mehr warmes zu Essen hatten eine warme Mahlzeit angeboten werden, die in der Küche des Saals gekocht wird. Wer sich da beteiligen möchte, kann sich gern an unser Pfarrbüro wenden. Auch für andere Hilfsangebote, ob Zeit zur Hilfe, Getränke oder haltbare Nahrungsmittel sind wir dankbar. Bitte auch hier zur Koordination mit dem Büro in Verbindung setzen. Sie können gerne auch einen Geldspende im Büro abgeben oder an die Kirchenstiftung Hofheim IBAN DE04 7935 0101 0000 3017 96 mit dem Verwendungszweck Flüchtlingshilfe Hofheim überweisen.

Für alle Hilfe ob Spenden oder Zeit herzlichen Dank und vergelts Gott!

Am Sonntag findet auch wieder das Friedensgebet um 19:45 Uhr am Marktplatz statt, auch dazu herzliche Einladung

 

Thorsten Hueller

 

 

„Endlich wieder Kindergottesdienst!!!“

 

Nach langer Pause freuten wir uns alle wieder, gemeinsam Kindergottesdienst zu feiern und Gott ganz nahe zu sein.

Nach unserem Ritual zum Anfang, Kerze anzünden, Kreuzzeichen und Lied, beschäftigten wir uns mit den Sachen, die in der Mitte aufgebaut waren. Wir sahen Faschingssachen und fragten uns, ob wir jetzt Fasching feiern…??? Nein, natürlich nicht. Fasching endete ja mit dem Aschermittwoch. Und dann beginnt eine neue Zeit, die Fastenzeit. Gemeinsam gingen wir nach draußen auf den Parkplatz und verbrannten Palmzweige vom letzten Palmsonntag und Luftschlangen. Mit der so entstandenen Asche bekamen wir das Aschenkreuz auf die Stirn mit den Worten: „Jesus will dein Freund sein.“ Und ganz besonders in der Fastenzeit und danach am Osterfest sind wir Gott und Jesus ganz nahe und sie sind bei uns.

Wieder im Pfarrsaal drin, bemerkten wir, dass die Faschingssachen weg waren und ein Kreuz aus 5 schwarzen Kartons aufgebaut war. Auf jedem Karton lagen ein Bild und ein Zettel.

Auf dem ersten Karton sahen wir eine Faust und das Wort „STREIT“. Wir redeten darüber, dass wir uns alle ab und zu streiten. Das ist normal. Wichtig ist, dass wir uns danach wieder versöhnen. Als wir das Bild mit der Faust umdrehten, sahen wir 2 Hände, die sich halten. Und aus „STREIT“ wird „VERSÖHNUNG“. Wie überrascht waren wir, als wir den Kartondeckel öffneten. Es flog tatsächlich ein Luftballon heraus, bis hoch zur Decke. Er soll als Symbol dafür stehen, dass uns viel leichter ums Herz wird, wenn der Streit beendet wird.

Auf dem zweiten Karton sahen wir Pinocchio mit seiner langen Nase und das Schild „LÜGE“. Wir alle haben schon einmal gelogen. Viel besser ist es jedoch, die „WAHRHEIT“ zu sagen. Auf der Rückseite des Bildes war Pinocchio mit kurzer Nase und lachend. Beim Öffnen des Kartons flog wieder ein Luftballon hoch.

Auf dem dritten Karton waren 2 Kinder, die sich um ein Spielzeug stritten. „NICHTS ABGEBEN“ stand auf dem Schild. „TEILEN“ ist so wichtig und gibt auch ein schönes Gefühl. Der 3. Luftballon schwebte empor.

Beim vierten Karton mussten wir erst mal lachen. Darauf war ein Kinderzimmer zu sehen, das sehr, sehr, sehr „UNORDENTLICH“ war. Jedes Kinderzimmer sieht mal so aus. Aber dann ist es um so wichtiger, dass wir, vielleicht auch gemeinsam, wieder „ORDNUNG“ schaffen. Danach kann man viel besser spielen. Schwups – schon flog der nächste Luftballon an die Decke.

Der fünfte Karton stimmte uns ein bisschen traurig. Darauf sahen wir, dass etwas „ZERSTÖRT“ war. Uns viel gleich ein, dass in der Ukraine gerade auch sehr viel zerstört wird. Es wäre so einfach, wenn wir „GEMEINSAM BAUEN“, nicht gegenseitig alles zerstören. Der letzte Luftballon machte sich auf den Weg.

All diese Dinge, sind wichtig. Dass uns leichter ums Herz wird. So leicht, wie die Luftballons, die emporstiegen. Und ganz besonders in der Fastenzeit können wir ganz bewusst drauf achten, dass wir uns an bestimmte Regeln halten.

Als Erinnerung an den Kindergottesdienst, und dass wir uns immer wieder bewusst machen, dass Fastenzeit ist, bekamen wir einen Luftballon und Füße aus Papier geschenkt. Zuhause können wir die Füße an den Luftballon knoten.

Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, mit so vielen Kindern gemeinsam Gottesdienst zu feiern und wir freuen uns schon so auf das nächste Mal.

Bis dahin eine gute Zeit

Euer Kindergottesdienst-Team

Martina, Felicitas, Nicole und Katrin

 

 

https://youtu.be/4Q-FDdI7J_M

 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

Frustration macht sich breit. Das spricht aus den vielen Rückmeldungen, die mich seit Wochen

erreichen

und zwar von Gläubigen wie von Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Immer wieder höre

ich, man schäme sich mittlerweile, katholisch zu sein. Der Ansehensverlust von Kirche überträgt

sich auf die, die sich für diese Kirche einsetzen und in ihr arbeiten.

In meinem diesjährigen Fastenhirtenbrief möchte ich dem Gefühl der Frustration nachgehen. Was

wir mit Frustration bezeichnen, ist in der Geschichte christlicher Spiritualität ein oft beschriebenes

Phänomen. Es ist bekannt unter dem Lehrstück vom „Überdruss“ (Akedia). Zuerst frage ich, wann

sich das Gefühl des Überdrusses einstellt und in welchen Haltungen er sich zeigt. Dann möchte ich

darlegen, wie man dem Überdruss begegnen kann und wie wir als Bistum die momentane Situation

bestehen können, ohne uns vom Überdruss lähmen zu lassen.

Der Überdruss in seinen vier Formen

Beginnen wir mit der Frage, wann sich Überdruss im Leben einstellt. Das Gefühl des Überdrusses

überkommt uns im Leben immer dann, wenn eine Situation sich krisenhaft zuspitzt und wenn zugleich

nicht klar ist, wie eine gute Lösung aussehen könnte.

Die kirchlichen Krisenphänomene sind uns allen sattsam bekannt: der sexuelle Missbrauch und die

Art und Geschwindigkeit seiner Aufarbeitung; die Frage nach der Wahrhaftigkeit der Kirchenleitung

im Umgang mit den bestehenden Problemen; die Diskussion um die Reform der Kirche und die

Frage nach deren möglicher Umsetzung; der epochale Umbruch von der Volkskirche zur Entscheidungskirche

mit allen bekannten Mangelerscheinungen.

Angesichts all dieser Spannungen zeigt sich der Überdruss in vier Formen.

Erstens: Überdruss als Tunnelblick. In jeder Krise tendieren die bestehenden Probleme dazu, die

gesamte Aufmerksamkeit zu absorbieren. Das ist völlig verständlich. Die Konzentration auf die

Schwierigkeiten verstellt aber auch den Blick für das Gute, für das Kirche steht und das Kirche tut.

Plötzlich erscheint alles in schlechtem Licht und wird fragwürdig.

Zweitens: Überdruss als tiefsitzende Traurigkeit. Die gegenwärtige Kirchenkrise ist für viele Gläubige

eine maßlose Enttäuschung. Aufgrund des Fehlverhaltens der Kirchenleitungen und der Amtsträger

sehen sie sich getäuscht. Die ernüchternde Erkenntnis, dass auch die Kirche eine Kirche der

Sünder ist, quittiert mancher nur noch mit Häme und Verachtung.

Drittens: Überdruss als Ungeduld und innere Rastlosigkeit. Wie bei jeder Krise im Leben wünschen

wir uns, dass alles möglichst schnell vorbeigehen möge. Das Bemühen, alle Vorgänge zu beschleunigen,

bringt eine wachsende Aggression mit sich, die sich im schärfer werdenden Ton der Debatten

offenbart.

Viertens: Überdruss als Antriebslosigkeit. Das scheinbar vergebliche Bemühen um Abhilfe erzeugt

eine ungeheure Müdigkeit. Sie wirkt demotivierend und geht einher mit einem Verlust der inneren

Spannkraft. Statt sich in Ruhe seiner Arbeit zu widmen, sucht man sein Heil in der Flucht vor der

bedrängenden Wirklichkeit.

Die Jünger am Ölberg als Veranschaulichung des Überdrusses in der Kirche

Im Blick auf die vier Haltungen, die mit dem Überdruss einhergehen, drängt sich mir das Bild der

Jünger am Ölberg auf (Mt 26, 36 – 46). Die Enttäuschung über das nahe Ende ihres Meisters steht

ihnen ins Gesicht geschrieben. Alles scheint plötzlich seinen Sinn zu verlieren. Dass das Kreuz,

von dem Jesus oft gesprochen hatte, jetzt als reale Möglichkeit im Raum steht, verwirrt sie. Sie

sind müde und erschöpft. Dreimal hintereinander findet Jesus seine Jünger schlafend. Am liebsten

würden sie sich schnell dem Druck der Situation entziehen. Bei der ersten Gelegenheit suchen sie

dann ihr Heil in der Flucht. Der Überdruss hat auch die Jünger Jesu in seinen Bann geschlagen.

Das Beispiel Jesu als Ermutigung in widrigen Zeiten

Doch wie soll man dem Überdruss begegnen? Will man der Übermacht des Überdrusses wehren,

kann es meines Erachtens helfen, sich an Jesus im Durchleben der Passion zu orientieren. Denn

auch Jesus hat mit den vier Begleiterscheinungen des Überdrusses zu kämpfen.

Dem übermächtigen Eindruck, alles sei sinnlos und lohne keinen weiteren Einsatz mehr, gibt Jesus

nicht nach. In der Nacht am Ölberg ringt er mit der Frage, ob er nun aufgeben soll. Am Ende erlangt

er im Gebet die Gewissheit, seinen Weg weiterzugehen. In ähnlicher Weise ergeht es auch

uns. Der Problemdruck sollte uns nicht zu der Ansicht verleiten, kirchliches Engagement habe sich

erledigt. Beides ist erforderlich: ein zielgerichtetes Bearbeiten der anstehenden Herausforderungen

ohne jedoch in unserem Einsatz nachzulassen, dort, wo uns persönlich Kirche wichtig ist und wo

wir unsere persönliche Mission sehen.

Als Bischof versuche ich alles, was in meinen Kräften steht, zu tun, um die anstehenden Herausforderungen

anzupacken. Das betrifft die Aufarbeitung des Missbrauchs genauso wie jetzt die Reform

des kirchlichen Arbeitsrechtes. Ich bitte Sie: Lassen auch Sie sich nicht entmutigen in Ihrem persönlichen

Engagement! Ich bin überzeugt: Sie machen den Unterschied, wenn Sie Kirche auch und

gerade jetzt mitgestalten!

Der Verrat in den eigenen Reihen scheint Jesus nicht zu überraschen. Er sagt Petrus schon voraus,

dass er ihn verleugnen wird, als der noch vollmundig behauptet, ihm immer treu zur Seite zu

stehen. Jesus weiß um die Schwäche der Kirche und ihrer Amtsträger von Beginn an. Und wie

Petrus sich nach dem Fall erst bekehren muss, bis er in der Nachfolge Jesu die Kirche leiten kann,

so muss auch Kirche sich zuerst selbst bekehren, bevor sie anderen die Umkehr predigt.

Heiligkeit ist deshalb nicht zu verwechseln mit Perfektion. Sondern heilig ist nur der, der weiß, dass

er jeden Tag aufs Neue umkehren muss. Nicht die perfekte Kirche, sondern die Kirche, die neu aufbricht,

ist die wahre Kirche Jesu Christi. Ihre Schwäche wird dann zur Stärke, wenn sie sie eingesteht

und annimmt und neubeginnt. Insofern erleben wir jetzt eine Zeit der Gnade, wie Paulus uns in der

zweiten Lesung am Aschermittwoch zurief: „Zur Zeit der Gnade erhöre ich dich, am Tag der Rettung

helfe ich dir. Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade, jetzt ist er da, der Tag der Rettung!“ (2 Kor 6, 2).

Deswegen setzt auch Jesus am Ölberg gegen Müdigkeit und Resignation auf die Kraft des Gebetes.

Ohne Gebet ist alles nichts. Denn das Gebet im Namen Jesu verbindet uns mit Gott und untereinander.

Im Geist des Gebetes wird uns geschenkt, die Überlieferung der Kirche umfassender und besser

zu verstehen. Das Gebet ist die Kraft, mit der wir uns immer wieder über die Mühen des Alltags erheben.

So können wir mit den Augen Gottes neu sehen lernen und uns so gestärkt um die Erneuerung

der Kirche bemühen. Das Beten verbindet uns mit dem lebendigen Gott. Es ist der Gott, der nicht die

Wiederbelebung des Vergangenen will, sondern ganz auf die Kraft der Auferstehung setzt. Setzen

auch wir als Bistum Würzburg in dieser Zeit der Krise nicht auf die Wiederbelebung des Vergangenen,

sondern ganz auf eine Erneuerung aus dem Glauben an die Auferstehung!

Gegen die Ungeduld übt sich Jesus in der Beharrlichkeit. Konsequent überwindet er das Böse

durch das Gute. Er beschimpft niemanden, schlägt nicht zurück, droht niemandem. Er tritt nicht

überheblich auf. Ohne Zynismus geht er souverän seinen Weg, weil er weiß, dass die Macht des

Guten siegen wird. Darin ist er uns Vorbild in dem Bemühen, die Kirche zu erneuern. Mit Entschiedenheit

sind die nächsten Schritte zu setzen, ohne uns gegenseitig das Katholisch-Sein abzusprechen

und ohne uns auseinander dividieren zu lassen. Denn Erneuerung ohne das Bemühen, die

Einheit der Kirche zu wahren, führt in die Spaltung, die niemand will.

Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen

In einem kühnen Wort schreibt der Apostel Paulus im Römerbrief: „Wir rühmen uns der Bedrängnisse;

denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.

Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in

unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5, 3 – 5).

Bedrängnis ist für Paulus nicht etwas, dessen man sich schämen müsste. Bedrängnis ist vielmehr

die Einladung, im Glauben zu wachsen. Sie gebiert Geduld, die gepaart mit Entschiedenheit voranschreitet.

Diese Geduld, die anpackt und nicht entmutigt die Hände sinken lässt, wird zur Bewährung.

Der lange Atem der Bewährung ist Ausdruck gelebter Hoffnung. Die Hoffnung jedoch lässt nicht

zugrunde gehen, denn sie ist der Anker der Seele. Die beiden Hoffnungsanker in meinem Wappen

erinnern mich stets daran, dass diese Hoffnung einerseits der irdischen Wirklichkeit verpflichtet sein

muss, wenn sie nicht in leere Träumerei abgleiten soll. Dass sie aber zugleich in den Himmel hineinreichen

muss, weil wir glauben, dass immer noch mehr möglich ist, seit Christus uns in das himmlische

Heiligtum vorausgegangen ist.

Diese freudige Hoffnung wünsche ich Ihnen allen nun beim Eintritt in die österliche Bußzeit. Sie

nehme den Überdruss aus unseren Herzen. Sie lasse uns mutig ausschreiten auf dem Weg unserer

persönlichen Christusnachfolge. Sie stärke unsere Verbundenheit mit Christus in der Gemeinschaft

der Kirche, die den Einsatz unserer besten Kräfte gerade jetzt benötigt. Der Herr helfe uns,

uns gemeinsam zu ihm hinzukehren und uns zu bekehren.

Für die Tage auf Ostern hin begleiten Sie dazu meine besten Wünsche. Zugleich danke ich Ihnen

allen für das, was Sie persönlich in die Kirche von Würzburg einbringen. So gestalten Sie Tag für

Tag das Bild der Kirche von Würzburg neu, das in dieser Zeit so hinterfragt wird wie selten zuvor.

Gott segne unser Bistum Würzburg und Sie alle auf dem Weg der geistlichen Erneuerung!

Ihr

Dr. Franz Jung

Bischof von Würzburg

Herzliche Einladung zum "Gebet um Frieden" künftig sonntags um 19:45 Uhr auf dem Hofheimer Marktplatz.

Das Referat Partnerschaft - Familie im Bistum Würzburg bietet für die Fastenzeit eine 7 Wochen-Aktion unter dem Motto: "7 Wochen leichter" an.
Paare und/oder Familien bekommen kostenfrei wöchentlich digital Briefe zugesandt mit denen sie sich mit ihrer Partnerschaft zu dem Thema beschäftigen können.
Für Paare: 
Sieben Wochen lang leichtere Impulse:
es sich leicht(er) machen / viel-leicht /erleichtert sein/ leicht-sinnlich..
Das bietet Anlässe für interessante Gespräche,... neue Impulse für die Partnerschaft,... genussvolle Momente der Nähe,... Ideen zum gemeinsamen Ausprobieren.

Neu ist in diesem Jahr, dass es auch eine separate Aktion für Familien gibt:
Für jede Woche der Fastenzeit wurden Impulse, Aktionen, Ideen und Gebete zusammengestellt.
Sieben Wochen – sieben Themen - die den Begriff „Leichter“ in einem neuen, spannenden, überraschenden Licht erscheinen lassen:
… es sich leicht(-er) machen
… sags leichter
… Leichter gesagt? Leichter getan?
… leicht-Sinnliches
… viel-leicht
… erleichtert sein
… schwereleicht

Für den digitalen Versand ist die Anmeldung bis zum Start (04.03.22) möglich. Die Karten sind nach der Veröffentlichung außerdem auf der Homepage: https://www.7wochenleichter.de/ bzw. https://www.elternbriefe.de/familien-feiern-feste/kirchenjahr/fastenzeit/fastenaktion-7-wochen-leichter-fuer-familien/ als PDF herunterladbar.

Liebe Schwestern und Brüder, einige hatten gefragt: "Gibt es wieder eine Predigt in Reimform?"

Leider musste sie krankeitsbedingt im Gottesdienst ausfallen, ich habe sie aber aufgenommen. der Link führt auf meine Instagram-Seite, da kann die Predigt angesehen werden, oder unten gelesen.

Es ist keine Schenkelklopferpredigt, ehr etwas zum Nachdenken.

https://www.instagram.com/tv/Caeyv9Vqm0l/?utm_medium=copy_link

 Predigt zu LK 6,39-45 

Im Fernsehn fängt an der dicke Menzer Obermessdiene

Helau Luja, schon dass ich euch sehe,

Ehre sei Gott vor allem in der Höhe.

Auch ich will euch heut grüßen hier im Gotteshaus

Und an allen Bildschirmen unterwegs und Zuhaus.

Ihr Schwestern, Brüder, Christenleute,

Ihr wisst schon, Fasernacht ist heute.

Da soll auch die Predigt sich närrisch entfalten

und streng sich an Reim und Versmaß halten.

Dass ich als Narr das heut will machen,

bedeutet nicht, Ihr müsst auch lachen.

Der Narr will nicht nur Späße treiben,

er muss, um wirklich Narr zu bleiben,

sowohl den Jungen wie den Alten

den Spiegel vor die Augen halten,

damit sie alle, Greis und Kind,

begreifen, wie sie wirklich sind.

Mit einer Nase im Gesicht

sich vieles gleich viel leichter spricht.

So konnten Hofnarren mit Klarheit

dem König sagen so manche Wahrheit.

Ich denk, es ist uns allen klar:

der wirklich Weise ist der Narr.

Vom Balken konnten wir heut´ hör´n,
der uns im Auge nicht will stör´n,
weil wir halt sehen oft den Splitter
im Aug´ des Bruders – das ist bitter!
Was wir an ihm gar oft bemängeln,
und ihn dann mahnen oder gängeln
- das fällt uns bei uns selbst nicht auf,
oder wir nehmen´s halt in Kauf.
Für uns´re Fehler sind wir blind,
doch die des ander´n jeder find´t;
den eig´nen Balken sieht man nicht,
obgleich er doch ins Auge sticht;
dafür ist jener Blick ganz klar,
der scheinbar nur macht offenbar
des Bruders Splitter, den man dreist
ihm aus dem Aug´ zieh´n möchte meist.

Auch warnt der Herr vor´m blinden Mann,
der keine Gruben sehen kann,
doch will er ander´n Führer sein,
die fallen dann mit ihm hinein
- weil sie auch blind sind und nicht seh´n,
oder nur blind ihm folgen und nachgeh´n,
weil mit viel Charme und Flötenklang
um seinen Finger er sie schlang
und blinde Follower nun hat,
wie´s einst der Rattenfänger tat.
Es geht zwar mutig er voran,
obgleich er doch nichts sehen kann.
Doch ist vielleicht das Herz nur blind,
damit er seinen Weg nicht find´t;
vielleicht verschließt er auch die Augen
vor seinem Mitmensch, und es rauben
sein Hochmut und sein Eigensinn
den Blick auf and´re Menschen ihm.
Ja, letztlich hilft auch keine Brill´,
wenn man partout nicht sehen will.

Manch´ blinde Führer – so scheint mir –
bringt uns´re heut´ge Zeit herfür
- schau´n wir nur in die Welt hinaus,
und lassen dabei auch nicht aus
den Blick in uns´re Kirch´ hinein,
wo scheinen viele blind zu sein
- für das, was Menschen von ihr hoffen
- ja, viele Fragen sind hier offen!

Auch wenn viele Laien hoffen,
dass Kirche freier wird und offen,
mehr Gottesvolk statt Hierarchie
- gar mancher glaubt, so kommt es nie!
Und dann natürlich noch das Geld,
das ihr halt oft den Weg verstellt
zu Papst Franziskus´ seinem Stil,
der eine „arme Kirche“ will!

Der größte Balken uns´rer Tage,
ja, der ist sicher, ohne Frage,
was nur beschämend wir bekennen
und müssen doch beim Namen nennen:
Der Missbrauch schreit zum Himmel an,
so schlimm, dass man´s nicht glauben kann!

Schier unaussprechlich, niederträchtig,
unverständlich und verächtlich,
was mancher Mensch hier hat getan!
Doch damit fing es oft nur an:
Die Kirche hat geschwiegen oft,
das merkt schon keiner, hat man g´hofft.

Was nicht sein darf, das ist auch nicht;
Darüber besser man nicht spricht.
Und schlimmer noch: Man hat vertuscht,

manch´ Akte, ja, die ist verrutscht;

Der wurde vertuscht von Bischöfen gar,

und die sitzen jetzt – das ist doch wohl klar-

ganz tief in der Grube, und das nicht allein:

sie zogen die ganze Kirch mit hinein


Man deckte Täter und die Tat,
hauptsach´ man weiße Westen hat
- und dies hinauf in höchste Ränge!
Ja, hoffentlich kommt man jetzt in die Gänge,
was neulich man in Frankfurt auf der Synode beriet,
dass endlich weltweit was geschieht!

Den Balken sah die Kirche nicht,
den trug sie lang in ihr´m Gesicht,
der sie entstellt und ließ erblinden
für klerikale Missbrauchssünden!

Doch blinde Führer findet man
weltweit, wohin man blicken kann,
weil Balken sie im Auge tragen,
den rauszuholen sie nicht wagen,
dafür sie ander´n Splitter zieh´n,
damit sie selber gut ausseh´n!

Ja, blinde Führer man auch find´t
hier auf diesem Kontinent,
weil Balken sie im Auge tragen,
den rauszuziehen sie nicht wagen,
dafür sie ander´n Splitter zieh´n,
damit sie selber gut ausseh´n!

Mit Blindheit sind heute auch geschlagen

alle, die in unsren Tagen

das Heil erwarten vom rechten Rand -

geschichtsvergessen und ohne Verstand.

Nationalismus, Kriegstreiberei und Fremdenhaß

sind alles and‘re als ein Spaß;

das sollte doch Krieg und Nazizeit

uns alle lehren weit und breit.

Blinde und blinde Führer von Blinden

könnt überall en masse Ihr finden.

Macht einfach Eure Augen auf;

dann stoßt Ihr auf Beispiele selbst zu Hauf.

Doch setzt Euch nicht zu hoch auf‘s Pferd;

das wäre im Sinne Jesu ganz verkehrt:

Denn Jesus spricht nicht vom Splitter nur,

den einer find‘t in des And‘ren Natur;

er mahnt auch, den Balken zu erkennen,

von dem wir selbst uns müssten trennen.

Das aber ist - wir wissen‘s gut -

‘ne Sache, die niemand gerne tut.

Wer in den Augen dieser Welt

sich immer den Klugen zugesellt,

ist in Wirklichkeit ein Tor,

kommt er sich auch sehr weise vor.

Wahre Menschen, Christen gar

gibt‘s nur in der Narrenschar.

Darum feiern Christen auch

Fasching nach altem Brauch.

Ach, bevor ich´s ganz vergess,

aber bitte macht mir jetzt ken großen Stess

Die Predigt war gereimt, aber net alles von mir,

die hatt schon mal a Pfarrer so ähnlich auf seinem Papier.

Ich hab noch a wenig gebastelt und gefeilt,

und hab des, nur des ke Beschwerden kommen, euch auch jetzt so mitgeteilt.

Aber jetzt is wirklich Schluß,

drum ich grüß euch mit dem katholischen Gruß

und setz mei Maskn auf, in Gottes Namen.

Gelobt sei Jesus Christus, in Ewigkeit Amen

 

 

Texte von Claus Peter Merz und Udo Klössel

Zusammengestellt Thorsten Hueller

Frieden ist ein hohes Gut, dashalb hatten sich auf Einladung der PG Hofheim am Sonntag in den späten Abendstunden ca 170 Menschen auf dem Marktplatz vor der St. Johannes Kirche versammelt, um für den Frieden zu beten.

Pfarrer Vetter führte in die Gedenkandacht ein. Auch der Bürgermeister Wolfgang Borst sprach sich für den Frieden aus. Es wurde ein Text aus dem Alten Tesament vorgetragen: Es ist besser Schwerter in Pflugscharen und Lanzen in Winzermesser zu schmieden und mit den Nachbarn in Frieden zu leben.

Als Antwortruf zwischen den Fürbitten wurde das Lied Nummer 155 aus dem Gotteslob gesungen. Es ist ein Kyrieruf aus der Ukraine. Nach dem gemeinsamen Vaterunser erklang die große Glocke der Pfarrkirche um 21:00 Uhr. In dieser Zeit schwiegen alle Anwesenden und gedachten so den Kriegsopfern. Die Glocken läuten täglich in unserer PG um diese Zeit, zur Erinnerung an den Frieden. Es besteht die Möglichkeit, hier zu Hause eine Kerze ins Fenster zu stellen und zu beten, um so die Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen.

Nach dem Läuten spielte die Musikkapelle St. Johannes die Europahymne, das Deutschlandlied und die Bayernhymne.

Wir bedanken uns bei Allen, die mitgewirkt haben, vor allem beim Videoteam, die die Feier live übertragen haben. Sie ist auch wieder auf dem Youtubekanal der PG Hofheim zu sehen.

Thorsten Hueller

 

 

 

Herzliche Einladung 

zum Friedensgebet am Sonntag 27.2.2022 um 20:45 Uhr auf den Marktplatz in Hofheim.

Bitte bringt eine Kerze mit und ladet alle ein, denen Frieden wichtig ist. 

Wir sollten in der momentanen Situation in Europa zusammenhalten, egal welche Konfession, Nationalität oder Hautfarbe.

Ohne Frieden können wir nicht Leben.

 

Aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine wird in unserer Pfarreiengemeinschaft jeden Abend um 21 Uhr die große Glocke für 5 Minuten läuten. 

Wir laden ein, zuhause eine Kerze ins Fenster zu stellen und für den Frieden in Europa zu beten.

 

 

Gott,
wie zerbrechlich unsere Sicherheit ist,
wie gefährdet unsere Ordnung,
das erleben wir in diesen Tagen.
Wer sieht uns mit unserer Hilflosigkeit und Angst?
Wütend und fassungslos erleben wir, 
wie Machthaber die Freiheit und das Leben vieler Menschen gefährden,
wie am Rand Europas ein Krieg tobt.
Was geschieht als Nächstes?
Welchen Informationen können wir trauen?
Was könnten wir tun, das helfen oder etwas bewegen würde?
Herr, sieh du die Not der Menschen in der Ukraine.
Herr, sieh du die Angst und Verzweiflung der Menschen, deren Welt gerade zusammenbricht.
Viele Menschen suchen Zuflucht und Schutz bei dir,
innere Ruhe in scheinbarer Hoffnungslosigkeit.
Wir bringen dir die Sorgen der Menschen in Osteuropa.
Wir bitten dich für die, die um ihr Leben fürchten, die alles was ihnen am Herzen lag zurück lassen und jetzt auf der Flucht sind.
Wir bitten für die, die versuchen ihre Heimat zu verteidigen und für die, die sich für friedliche Lösungen einsetzen.
Herr, steh uns bei in diesen schweren Zeiten der Not gegen den Terror der Diktatoren,
denn du allein bist unser Herr. Auf dich setzen wir unsere Hoffnung.
Amen

Den Text mit Gedanken zum sexuellen Missbauch in der Kirche, der in den Gottesdiensten unserer Pfarreiengemeinschaft am vergangenen Wochenende verlesen wurde, möchten wir denjenigen nicht vorenthalten, die keine Möglichkeit hatten einen Gottesdienst zu besuchen:

Bei einer Vesper am Sonntag, 30.01.2022 um 15:00 Uhr in der Ritterkapelle errichtet Domkapitular Christoph Warmuth den Pastoralen Raum „Haßberge West“. Dieser umfasst die Pfarreiengemeinschaften Aidhausen, Haßfurt, Hofheim und Theres. Mit ca. 19.100 Katholiken gehört „Haßberge West“ zu den zahlenmäßig und flächenmäßig größten Pastoralen Räumen in der Diözese Würzburg. Eine Besonderheit bildet dabei die Einrichtung des Regionalrates. Dieser besteht aus vier hauptamtlichen und vier ehrenamtlichen (aus jeder Pfarreiengemeinschaft eine gewählte Person) Frauen und Männern; die insofern paritätisch besetzte Versammlung ist das Entscheidungsgremium im Pastoralen Raum.

Die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, aber auch der Rückgang an Personal, Finanzen und Gläubigen hat die Diözesanverantwortlichen bewogen, das Bistum Würzburg in Pastorale Räume aufzuteilen. Diese werden nun nach und nach errichtet. Nachdem die Priester in „Haßberge West“ sich im Hinblick auf die Leitung gegen „in solidum“ und für das sog. „Übergangsmodell“ entschieden haben, bleiben die Pfarreiengemeinschaften in ihrer Struktur zunächst bestehen. In verschiedenen Bereichen wird jedoch eine Zusammenarbeit auf der Ebene des Pastoralen Raumes angestrebt, bzw. findet sie schon statt; z.B. bei der Firmkatechese.

Aufgrund des durch die Coronamaßnahmen begrenzten Platzangebotes, ist die Vesper nur für geladene Gäste. Bei jeweils nur einem Vertreter bzw. einer Vertreterin pro Pfarrei ist bei 46 Pfarreien und Kuratien die Ritterkapelle bereits zur Hälfte besetzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, per Livestream der Vesper zu folgen. Auch dies ist bereits eine Kooperation im Pastoralen Raum, nämlich zwischen dem Videoteam aus Haßfurt und Hofheim. Der Link dazu lautet:

https://www.youtube.com/channel/UC54YPgvkyZPc8rIVe-YJmHQ

Text:Pfr. Eschenbacher, Haßfurt

Heute am 20. Januar feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Sebastian. Er war im 3. Jahrhundert Leibwächter des Kaisers Diokletian. Weil er sich zum damals verbotenen christlichen Glauben bekannte, und nicht dem Kaiserkult dienen wollte, sollte er mit Pfeilen erschossen werden. Dieses Martyrium überlebte er aber. Er stellte sich wieder gegen den Kaiser und bekannte sich wieder zu Christus. Sein zweites, tödliches Martyrium fand er im Circus Maximus, dort wurde er mit Knüppeln erschlagen.

Im Mittelalter, in der Zeit der Pest-Epidemien wurde er zum Fürsprecher und Patron gegen diese Krankheit, weil man damals glaubte, die Pest würde durch unsichtbare giftige Pfeile übertragen und der Heilige hatte ja die tödlichen Pfeile überlebt.

Jetzt in der Corona Zeit, kann er wieder Fürsprecher und Helfer sein.

Am Sonntag war in Gemeinfeld eine kleine Prozession vom Ortseingang zur Kirche und anschließend eine Messe zu Ehren des Heiligen.

Am Sonntag, 23. Januar findet in Hofheim ebenfalls eine Prozession von der Kreuzkapelle zur Pfarrkirche statt. Diese beginnt um 10:00 Uhr und die anschließende Messe wird wieder vom Videoteam der PG Hofheim über Youtube übertragen.

Die Bilder entstanden in Gemeinfeld, bei der Prozession wurde und wird die Reliquie des Heiligen Sebastian mitgetragen.

 

 

 

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