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Eindrücke von einer rundum gelungenen Fahrt – Hofheim/Steiermark. Am Montag, 13.07.2015 früh um 05:30 Uhr, starteten die Frauen des Frauenbundes (einige Männer sowie der geistliche Beirat Herr Pfarrer Greier waren auch dabei) zu ihrem jährlichen Ausflug, der diesmal nach Österreich in die Steiermark führte.

Tag 1

Vorbei an Passau trafen wir mittags zu unserem ersten Etappenziel in Oberösterreich ein. Nach einer Einkehr zum Mittagessen ging es zu dem Zisterzienserstift Schlierbach. Dort konnten wir bei einer Führung die barocke Pracht der Stiftskirche, die Bibliothek mit ihren 12.000 wertvollen Büchern, die Glasmalerei sowie die Käserei bestaunen. Abschließend konnten die Produkte der Käserei, verschiedene Ziegen-, Schafs- und Biokäse, probiert werden.

Am späten Nachmittag erreichten wir unser etwas außerhalb von Graz gelegenes Hotel, wo wir mit einem Glas Sekt begrüßt wurden. Bei hochsommerlichen Temperaturen saßen wir nach dem Abendessen bei Bier, Wein oder Cocktails noch lange draußen.

Tag 2

Nach einer mehr oder weniger geruhsamen Nacht (einige hatten ein Zimmer zur Straßenseite mit regem Autoverkehr) ging es am nächsten Morgen in die steirische Metropole an der Mur zu einer Stadtführung. Zwei wirklich nette Damen führten jeweils eine Gruppe durch schmale Gassen durch den mittelalterlichen Stadtkern. Dom, Mausoleum, Burg (ehemalige Habsburger Residenz) mit Doppelwendetreppe, Hauptplatz, die älteste Hofbäckerei Edegger sowie viele wunderschöne Innenhöfe konnten bestaunt werden. Nach der Führung ging es hinauf auf den Schloßberg zum Uhrturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Hier konnte man entweder den Lift nehmen oder 260 Stufen
erklimmen. Belohnt wurde man auf jeden Fall mit einem umwerfenden Blick auf die historische City.

Die anschließende Freizeit wurde genutzt zum Essen, zum Einkaufsbummel im traditionsreichen Kaufhaus Kastner & Öhler oder für einen Friseurbesuch.

Am Nachmittag führte unsere Weiterfahrt in den Stadtteil Mariatrost zu der am Purberg gelegenen Basilika Mariae Geburt. Diese katholische barocke Kirche gehört zu den bedeutensten Wallfahrtsorten in der Steiermark. Pfarrer Greier hielt hier eine beeindruckende Andacht.

Tag 3

Am nächsten Tag fuhr uns unser Busfahrer Edgar zuerst nach Lebring, wo die Besichtigung der Kürbiskernmühle Labugger auf dem Programm stand. Vorneweg
wurde in einem Film (in 3D mit entsprechender Brille) der Weg von der Aussaat über die Pflege und Ernte der Kürbisse sowie schließlich der Verarbeitung der Kerne gezeigt. Danach konnten wir historische Geräte bestaunen sowie die aktuellen Produktionsabläufe genau anschauen. Es folgte eine Verkostung des außergewöhnlichen Öles. Im Verkaufsraum konnten dann außer Kürbiskernöl noch viele andere Produkte rund um den Kürbiskern erworben werden.

Nachdem alle Einkäufe verstaut waren, ging die Fahrt weiter in den Sausal zum Burschenschank der Familie Schneeberger in Heimschuh.
Frau Schneeberger stellte das Weingut und auch ein Großteil der Familie vor. Sie erzählte von den Rebsorten, die auf besondere mineralische Schiefer- oder Muschelkalkböden wachsen.
In herrlicher Kulisse umgeben von unbeschreiblich schönem Blumenschmuck wurden die Tische mit sehr leckeren und reichhaltigen Winzerschmankerln gedeckt.
Der dazu ausgeschenkte Weißburgunder fand besonderen Anklang.

Gestärkt ging es dann in den angenehm kühlen Weinkeller. Umgeben von alten und neuen, großen und kleinen Weinfässern, auch Barriquefässern (225 Liter), wurden dann verschieden Weine probiert u. A. Sauvignon und Muskatella. Auch hier wurden die Geldbeutel aus den Taschen geholt und eingekauft.

Am Nachmittag ging es weiter zur Panoramafahrt über Südsteierische Weinstraße. Nicht ohne Grund wird diese Gegend die Steierische Toskana genannt. Einfach wunderschön. Über Arnfels und Leutschach kamen wir nach Eory-Kogel zur größten Weintraube der Welt (Größte Darstellung einer Weintraube, steht auch im Guinessbuch der Rekorde).
Um auch den Jahresablauf des Weinbaues mit der Arbeit im Weinberg und der Vinifikation im Keller bis hin zum ersten Schluck des edlen Rebensaftes vor Augen zu führen, wurde vom ortsansässigen Künstler Willi Trojan diese Weintraube so kreiert, dass sie 365 Perlen für die Tage des Jahres – einschließlich einer 366. Perle für das Schaltjahr – aufweist. Die 52 Teile des Objektes (50 Blätter, Stamm und Traube) deuten die Wochen des Jahres. Die 31 kleinen Blätter symbolisieren die Tage des Monats, die 12 mittelgroßen Blätter die Monate des Jahres und die 7 großen Blätter stellen die Wochentage dar.

Es ging weiter entlang der Staatsgrenze zu Slowenien. Hier gab es einen Aussichtspunkt mit einem großen Tisch und Stühlen. Die Besonderheit war hier, dass man auf einem Stuhl sitzen konnte und sich dabei mit einer Pohälfte in Österreich und mit der anderen in Slowenien befand.

Auf der Weiterfahrt über Glanz haben wir in Ehrenhausen die Pfarr- und Wallfahrtskirche Schmerzhafte Mutter Maria besucht, danach ging es zurück zum Hotel.

Tag 4

Nach dem Frühstück wurden die Koffer verladen und es hieß Abschied nehmen von der Steiermark. Die Fahrt ging durch das herrliche Salzkammergut zur Kurstadt Bad Aussee. Der Aufenthalt wurde genutzt mit einem Gang über den Wochenmarkt, einem Spaziergang durch den Kurpark, einem leckeren Eis im Kurcafe und zu guter Letzt wurden noch schnell Ansichtskarten geschrieben und verschickt.
Nach kurzer Weiterfahrt hatten wir den nächsten Stopp am Hallstätter See. Hier staunten wir nicht schlecht, als Petra und Rita diverse Flaschen Sekt auf den Tisch stellte und sogar eine Magnumflsche (1 ½ Liter). Bei hochsommerlichen Temperaturen haben wir uns mit einem Becher Sekt von Österreich verabschieden können, bevor es dann nach einer Einkehr zum Abendessen bei Forchheim Richtung Heimat ging. Um ca. 22:30 Uhr hatten wir dann wieder Hofheim erreicht. Zufrieden und voller schöner Eindrücke ging es dann voller Vorfreude auf eine geruhsame Nacht ohne Autolärm nach Hause.

Abschließend bleibt festzustellen, dass es ein rundum gelungener Ausflug von vier Tagen mit einer wirklich super Gruppe war. Vielen Dank an unsere Vorstandsdamen Petra Müller und Rita Leidner.

Marion Woywode

 

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