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Zum zweiten Auftakt innerhalb des Jubiläumsjahres lud die Kirchengemeinde ein. Nachdem wir uns beim ersten Treffen einen Blick in die Vergangenheit gegönnt haben, ging das Augenmerk auf die aktuelle Verehrung des heiligen Wendelin hin. Innerhalb einer Andacht wurde der Dokumentarfilm "Wendelin weltweit" vorgeführt. Die Gemeinde St. Wendel im Saarland, die die Gebeine des Heiligen in ihrer Stadtpfarrkirche aufbewahrt, gab zum Jubiläumjahr 2017 diesen Film in Auftrag. „Wendelin weltweit“ erzählt 1400 Jahre nach dessen Tod von den Spuren des Heiligen Wendelin, die auch heute weltweit zu finden sind. Von der Stadt St. Wendel im Saarland ausgehend waren es deutsche Auswanderer und Missionare, die sein Vermächtnis in die ganze Welt getragen haben. Die Liebe und das Vertrauen zu diesem Hirten machte Wendelin zu einem Heiligen der einfachen Leute. Der Film macht sich auf die Suche nach den Spuren des heiligen Wendelin, einem Christgläubigen, der im 6. und 7. Jahrhundert im Norden des Saarlandes gelebt und gewirkt hat. Max Kern, ein junger Mann aus St. Wendel, geht auf Spurensuche und nähert sich dem Thema in einem Roadmovie. Der Dokumentarfilm zeigt eine kleine Auswahl der verschiedenen Orte, wo Wendelin präsent war oder noch ist, führt nach Brasilien, USA, in die Schweiz, Osteuropa, China und Italien – geleitet von der Strahlkraft des Heiligen, die noch heute ungebrochen ist.

Lied zum heiligen Wendelin aus einem Andachtsbuch, 1927: Heil'ger Wendelin wir loben (nach Melodie GL 861)

1. Wendelinus hochgeboren, eines Fürsten edler Sohn, ward von Jesu früh erkoren, dass die Gnad‘ ihm innewohnt. Ob die Krone ihm auch winkte, Reichtum und ein ird’scher Thron, Eitelkeit ihm alles dünkte gegen Gottes ew’gen Lohn.

2. Christi Armut will er tragen, in der Jugend schon ein Held. Ohne Furcht und ohne Zagen, opfert er die Lust der Welt. Einsam pilgert er nach Süden zu Sankt Peters fernem Grab, wo ihm milden Gottesfrieden Jesu Stellvertreter gab.

3. Im Geräusche großer Städte fühlt sein Herz sich Jesu fern. Ihm zu kosten im Gebete, sucht er Waldesstille gern. Wählet dort das Hirtenleben, das die Welt gar wenig ehrt. Ganz der Demut hinzugeben, die des Heilands Beispiel lehrt.

4. Große Wundertaten künden bald des Hirten Heiligkeit. Himmelstrost bei ihm stets finden, Menschenherzen voll von Leid. Seht, wie Seuch‘ und Tod entweichet, wenn er liebreich helfend naht. Wie die Hand er Sündern reichet, auf der Buße rauhem Pfad.

5. Gott ihm endlich offenbaret, dass die Stunde nahe sei, da die Krone seiner harret, lohnen soll des Jüngers Treu‘. Mit dem Himmelsbrot genähret, das des Bischofs Hand ihm beut, von der Engelschar geehret, eilt er in die Seligkeit.

6. Von dem Grab des frommen Hirten, strömen Gnade ohne Zahl. Pilger, arm und reich, es zierten drum mit Gaben ihrer Wahl. Huldvoll schau vom Himmel nieder auf die armen Kinder dein, die hier ihre schlichten Lieder dir als Liebesgabe weih’n.

 

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