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Kinderkreuzweg 2021

Auch dieses Jahr konnte kein Kinderkreuzweg wie üblich stattfinden. Deshalb hat sich das Kindergottesdiensteam etwas Besonderes einfallen lassen: „Kreuzweg aus der Tüte“. Jede Familie konnte so für sich, ohne Kontakt zu anderen, ihren eigenen Kreuzweg gehen.

In der Karwoche durfte sich jede angemeldete Familie eine fertig gepackte Tüte in der Kirche abholen.

Am Karfreitag begann der Kinderkreuzweg zu Hause am Esstisch. Die 1. Station erinnerte noch einmal an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Die Familien konnten, nach dem Lesen der Bibelstelle, aus ihrer Tüte Brot nehmen und dieses miteinander teilen und essen. Gebet: „Aus der braunen Erde, wächst unser täglich Brot. Für Sonne, Wind und Regen, danken wir dir Gott. Denn was auch wächst in unserem Land, alles kommt aus deiner Hand. Amen.“ Im Anschluss daran durften sich alle auf den Weg machen zur nächsten Station, die am Kindergarten in Hofheim aufgebaut war.

Auf den Wegen zwischen den Stationen konnte das Lied: „Geht mit uns, auf unserm Weg. Geh mit uns, auf unserm Weg.“ gesungen werden.

Die 2. Station sollte an das Geschehnis im Garten Gethsemane erinnern. Die Familien fanden dort ein Kreuz, gelegt aus kleinen Tontöpfchen, vor. Die Bibelstelle wurde vorgelesen und die Frage: „Wie ginge es dir, wenn du deine Eltern in einer großen Stadt nicht mehr finden würdest?“ stimmte manche sehr nachdenklich. Viele antworteten, dass sie bestimmt große Angst hätten, so wie Jesus Angst im Garten hatte. Aus der Tüte konnte sich nun jeder ein kleines Seil rausholen und sich gegenseitig „fesseln“, so wie Jesus von den Soldaten gefesselt wurde. So erfuhren die Kinder, wie hilflos Jesus sich gefühlt haben muss. Gebet: „Jesus, bitte stell uns einen Freund an die Seite, wenn wir alleine sind und Hilfe brauchen. Amen.“ Das Seil konnten die Kinder um ihr Tontöpfchen wickeln und dieses auf ihren Weg mitnehmen.

Die Verurteilung Jesu wurde an der 3. Station thematisiert. Nach der Bibelstelle durfte sich jedes Kind einen Stein aus einem Eimer nehmen. Die Kinder fühlten, dass der Stein hart und kantig ist. So ein Stein kann anderen weh tun, wenn man ihn wirft oder andere damit schlägt. Die Menschen haben Jesus auch weh getan, indem sie seinen Tod gefordert haben. Gebet: „Jesus, bitte hilf uns, dass wir weder mit Worten noch mit Taten jemanden weh tun.“ Den Stein legten die Kinder in ihr Tontöpfchen.

An der 4. Station begann für Jesus der schwere und anstrengende Weg zum Berg Golgotha. Unterwegs wurde ihm vom Bauer Simon von Cyrene geholfen. An dieser Station lag ein großes Stück Holz, welches die Kinder befühlen und tragen sollten. Es war schwer und Holzsplitter könnten die Haut aufreißen. Jesus musste ein noch viel schwereres Holzkreuz tragen, zum Glück bekam er Hilfe. Gebet: „Jesus, lass uns erkennen, wenn jemand Hilfe braucht und für ihn da sein. Amen.“ Aus einem Eimer konnten sich die Kinder in kleines Holzstück nehmen und in ihren Tontopf legen.

Die Kreuzigung und der Tod Jesu war das Thema an der 5. Station. Nachdem Jesus zu Gott betete und rief: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ starb er am Kreuz. Aus der Tüte sollte sich jeder einen kleinen Nagel aus seiner Tüte nehmen. Der Nagel ist ganz spitz, er pikst, es tut weh. Bei Jesus wurde der Nagel sogar durch die ganze Hand geschlagen. Aber Jesus verzeiht den Menschen, die ihm das angetan haben. Gebet: „Jesus, hilf uns, anderen zu verzeihen, auch wenn sie uns weh getan haben. Amen.“ Auch den Nagel durften die Kinder in den Tontopf legen.

An der 6. Station erinnerten sich die Familien daran, dass Jesus vom Kreuz genommen und in ein Felsengrab gelegt wurde. Die Kinder bekamen ein bisschen Erde in ihre Hände gelegt. Die war genauso, wie das Grab Jesus: kalt und dunkel. Die Kinder streuten die Erde dann in ihren Tontopf, über den Stein, das Holz und den Nagel. Alles was war, wurde „begraben“. Nun durften sie Kressesamen auf die Erde streuen. Aus diesen Samen kann viel wachsen, auch wenn sie jetzt noch unscheinbar wirken. Wir glauben daran und vertrauen darauf, dass es auch mit Jesus so war. So wie aus den Samen Früchte wachsen, wird auch Jesus von den Toten auferstehen. Gebet: „Jesus, danke, dass du Leben schenkst. Amen.“

 

Auferstehungsfeier Ostersonntag

Mit in der Tüte waren noch ein paar Sachen für eine Auferstehungsfeier am Ostersonntag. Wieder durfte sich die Familie am Tisch versammeln. Auf die schwarze Serviette sollte das Teelicht stehen. Die schwarze Serviette erinnerte an den Tod und die Grablegung Jesu. Jeder bekam wieder ein paar Kressesamen in die Hand. Die Kinder erzählten vom Kreuzweg. Davon, dass die Samen winzig und trocken aussahen, fast wie tot. Genauso wie Jesus jetzt tot im Grab liegt. Die Bibelstelle erzählte davon, dass Frauen zum Grab gingen, um Jesus mit wohlriechenden Ölen einzureiben. Sie fanden den Stein weggerollt, und ein Engel erzählte ihnen von der Auferstehung Jesu. Die Frauen freuten sich sehr und erzählten es allen Leuten. Auf die schwarze Serviette wurde daraufhin eine gelbe, strahlende Serviette gelegt. Nebendran sollten die Kinder nun ihr Tontöpfchen vom Karfreitag stellen und es betrachten. Wenn sie genau hinsahen, konnten sie schon sehen, dass die Kresse keimte. Wie Jesus in das Grab gelegt wurde und dann auferstand, so wächst aus dem Samenkorn auch wieder neues Leben.

„Wir singen alle Hallelu, Hallelu, Hallelu. Wir singen alle Hallelu, Halleluja.“

 

Es war ein wunderschöner, kindgerechter Kinderkreuzweg und viele Familien haben sich daran beteiltigt. Dafür möchten wir euch herzlich Dankeschön sagen.

Wir wünschen allen eine schöne und gesegnete Osterzeit.

Euer Kindergottesdienstteam

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