logo Hofheim Katholisch

Die Muttergottes gehört zu unserem katholischen Glauben einfach dazu. Das bezeugt nicht nur die Bibel. Auch für uns in Bayern nimmt die Mutter des Herrn eine herausragende Stellung ein. Im Glauben der Kirche und im Leben der Gläubigen.

Unter Herzog Maximilian I. wurde Maria zur Volksheiligen und Schutzfrau Bayerns erklärt. Im Jahre 1616 erhielt der Weilheimer Bildhauer Hans Krumper den Auftrag eine bronzene Marienstatue zu gestalten, die er an der Westfassade der Residenz in München aufstellen sollte. Im Sockel der Madonna ist zu lesen: „Patrona Boiariae" – „Patronin Bayerns". Als die Bayern im Jahr 1620 unter der Führung Maximilians in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag siegte, schrieb man dies der Fürbitte der Muttergottes von Bayern zu. Eine Tradition wurde geboren. Viele bayerische Häuserfassaden werden seitdem von einer Hausmadonna geziert.

Albin Schorn aus Haßfurt erklärt diese Tradition mit folgenden Worten: „Die Muttergottes war schon immer die Beschützerin und Befürworterin der Gläubigen. Und ist nicht jede Mutter eine Beschützerin des Lebens? Daher lag es nahe, dass die Christen sich dem Schutz der Mutter Jesu anvertrauten. So wie eine Mutter ihre Kinder und die Familie beschützt, so wird es auch die Madonna tun. Die Hausmadonnen sind ein Bild für diesen Glauben. Das Lied „Maria, breit den Mantel aus“ ist auch dieser Tradition gewidmet. Später kamen dann noch andere Heilige hinzu: Josef, Florian usw. Auch die Herzjesusfigur findet man oft an den Hausfassaden. Sogar an neu errichteten Häusern. Hier wird die Tradition der Eltern und Großeltern weiter gepflegt.“

Hier eine kleine Auswahl an Hausmadonnen im Gebiet unserer PG. Viel Freude an der vielfältigen und liebevollen Darstellung der Muttergottes und beim Ratespiel: Welche Madonna habe ich schon gesehen? Welche Ortschaft war es nochmal? Und an welchem Haus?

 

 

 

­