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Wer gerne wandert, etwas vom Gaspedal nimmt und die Flure unserer Region erkundet, wird sie gut kennen: Flurkreuze, Bildstöcke, Marterle uvm.

Oft findet man sie an einer Wegkreuzung, einem Weg oder einer Straße, am Feldrand oder mitten im Wald. Sie bestehen aus Holz, Stein oder Metall.
Flurkreuze lassen sich häufig in eher katholischen Landstrichen der Region finden. Die ersten wurden im 13. Jh. errichtet. Sie sind ein Ausdruck des christlichen Glaubens. Der Glaube daran, dass Gott inmitten der Welt, auch bei den einfachen Menschen und im schlichten Leben der eher bäuerlichen Bevölkerung zu finden ist. Einige von ihnen sind an Orten aufgestellt, an denen zuvor entweder ein Unfall, Unglück oder ein Verbrechen geschah. Viele Flurkreuze haben einen praktischen Hintergrund: Sie dienen als Wegemarkierungen zur Kennzeichnung schwieriger oder gefährlicher Stellen oder als Hinweis auf Wegekreuzungen. In Wanderkarten werden Flurkreuze oder Bildstöcke oft zur Orientierung eingetragen. An einigen Kreuzen befindet sich eine Inschrift, aus der zu ersehen ist, warum das jeweilige Kreuz aufgestellt wurde und von wem es gestiftet wurde.

Die Flurkreuze laden auch heute ein, sich auf den Weg zu machen. Vielleicht ist es an einem schönen Sonntagnachmittag als Familie oder als kleine Gruppe möglich, die Wanderschuhe zu schnüren und diese Zeichen unseres christlichen Glaubens zu erkunden. Dabei an jeder Station kurz Halt zu machen, ein kurzes Dank- oder Bittgebet zu sprechen und sich über den Glauben an Jesus zu feiern. Ein Glaube, der so vielfältig ist. Ein Glaube, der uns mit dem Gestern verbindet, uns freudig erinnern lässt und uns zum Weitergehen aufruft. Denn: Wenn an der Weggabelung Christus den Weg weist, dann sind liegen wir immer richtig.

Die Fotos sind eine kleine Auswahl an Flurkreuzen, Bildstöcken usw. auf dem Gebiet unserer PG. Die blauen Punkte markieren ihre Standorte.

 

Hier noch einige Worterklärungen:

Bildstock/Marterle: Ein Bildstock ist ein religiöses Kleindenkmal aus Holz, Stein oder Mauerwerk und dient als ein Zeichen der Volksfrömmigkeit. Sie sollen den Wanderer zum Gebet motivieren und ihn an besondere Unglücksfälle erinnern.

Flurkreuze/Wegekreuze: Diese Kreuze dienen als Wegmarken für Pilger und Wanderer. Sie deuten auf gefährliche Stellen hin und laden ein, innezuhalten und im Gebet zu verweilen.

Heiligenhäuschen: Diese kleinen Kapellen beherbergen Heiligenfiguren oder -bilder, die durch Fenstergitter geschützt sind, damit wilde Tiere o.ä. nicht eindringen. Sie wurden ab dem 13. Jahrhundert zur Verehrung des dargestellten Heiligen, zum Dank nach überstandenen Gefahren, als der Erinnerung an schlimme Ereignisse oder als Erfüllung von Gelübden errichtet.

Lourdesgrotte: Die Mariengrotten erinnern an die schöne Grotte von Lourdes und sind heute oft Ziel regionaler Wallfahrten. Sie entstanden meist in Verbindung mit einer Lourdes-Wallfahrt und der Genesung von einer Krankheit oder wurden zum Dank nach überstanden Kriegen und Gefahren erbaut.

Wetter- oder Hagelkreuze: Diese Kreuze wurden als Schutz vor Wetterkatastrophen oder nach schweren Unwettern von gläubigen Menschen aufgestellt.

 

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