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Wie jedes Jahr Anfang Juli machte sich der Hofheimer Frauenbund auch in diesem Jahr auf zu einem 4-tägigen Ausflug. Diesmal ging es nach Niederösterreich in die Wachau. Über Passau und Linz erreichte die Gruppe von 40 Leuten bei 39 Grad Melk an der Donau, dem westlichsten Punkt der Wachau.

Zwischen den Städten Melk und Krems in Niederösterreich bildet die Donau ein etwa dreißig Kilometer langes Durchbruchstal, das als schönster Streckenabschnitt gilt. In weiten Schleifen fließt die Donau vorbei an bewaldeten Bergen und gepflegten Weingärten.

Kurz nach der Ankunft ging es dann zu Fuß zum Stift Melk zu einer Führung durch die Klosteranlage. Stift Melk ist ein Benediktinerkloster, die größte Klosteranlage des österreichischen Barocks und UNESCO Welterbe. Über die Kaiserstiege und den Kaisergang ging es zum Stiftsmuseum in den ehemaligen Kaiserzimmern, den Marmorsaal, die Altane und die Stiftsbibliothek. Besichtigt wurde die Stiftskirche, ein Meisterwerk des Hochbarock. Das Stift wird seit seiner Gründung 1089 ununterbrochen von Benediktinermönchen bewohnt. Es ist somit seit mehr als 925 Jahren Wahrzeichen des Glaubens und der österreichischen Geschichte. Auf der Basis benediktinischer Lebenserfahrung ist das Stift ein Meisterwerk der Symbiose von Kunst, Kultur und Natur, von Glaube und Wissenschaft. Auch heute pulsiert hier das Leben: im Stiftsgymnasium mit über 900 Schülerinnen und Schülern. Es gibt eine Gartenanlage mit barocken Gartenpavillon.

Der zweite Tag begann mit einer Stadtführung durch die Altstadt Österreichs jüngster Landeshauptstadt St. Pölten. Auf dem Weg zum Rathausplatz konnte man Archäologen bei ihren Ausgrabungen bestaunen. Das barocke Rathaus sowie ein wunderschöner Brunnen mit Dreifaltigkeitssäule lud zum Fotografieren ein. St. Pölten ist mit im Rennen, im Jahr 2024 europäische Kulturhauptstadt zu werden. Die freie Zeit nach dem Stadtrundgang wurde für Kaffee, Eis oder zum Shoppen genutzt.

Als nächstes wurde das Benediktinerkloster Stift Göttweig, seit 2001 UNESCO Weltkulturerbe, angefahren. In der wunderschönen Stiftskirche hielt Rita Leidner eine kleine Andacht und es wurde gesungen und gebetet. Auf dem Gelände herrschte ein reges Treiben, es wurden Aufbauten vorbereitet für ein am nächsten Tag stattfindendes Open-Air Klassikkonzert unter Sternen, bei dem 5000 Besucher erwartet wurden.

Der Donau entlang ging es über Dürnstein mit seinem blauen Kirchturm nach Krems.

Auch Krems, am östlichsten Punkt der Wachau, wurde zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Hier war Zeit für einen schönen Spaziergang durch die idyllischen Gassen mit ihren beschaulichen Häusern und Cafes sowie zur Besichtigung der Pfarrkirche.

Tag drei führte ins Kamptal zum Schloss Grafenegg. Eine 32 Hektar große Anlage umfasst das gesamte Gelände, mit herrlichem Schlosspark, in dem sich jede Menge sehenswerte Skulpturen befinden. Zu bestaunen war nicht nur das Schloss, im Besitz der Familie Metternich, auch der Wolkenturm, eine Open Air-Bühne besticht durch seine fantasievolle Konstruktion aus Beton, Stahl und Glas. Bei Veranstaltungen gibt es 1700 Sitz- und 300 Rasenplätze.

Der Weg führte weiter in die Weinstadt Langenlois. Aufgrund der bevorzugten Lage an der Donau und des besonderen Klimas gehört die Wachau zu den besten Weinbaugebieten Österreichs. Ein in Langenlois wohnender Führer zeigte uns seine Stadt mit Dreifaltigkeitssäule bzw. Pestsäule auf dem Kornplatz mit Pestheiligen in ganzfiguriger Ausführung.

Anschließend luden die Kittenberger Erlebnisgärten zu einem Rundgang ein. Bei einer Führung erfuhr die Gruppe vieles über Gartengestaltung und biologischen Pflanzenschutz.

Auf einer Fläche von über 50.000 m² finden sich 40 Themengärten, ein Paradies für Hobbygärtner.

Die Fahrt führte weiter durch die Kamptaler Weinberge zur größten Weintraube in der Wachau, eine monumentalen Skulptur mit sieben Metern Höhe. Dort, mitten im Weinberg, präsentierte ein ansässiger Winzer eine Weinprobe. Die Stimmung war mehr als gut, es wurde gesungen und Witze wurden zum Besten gegeben.

Entlang der Panoramastraße an der Donau ging es zurück nach Melk.

Am Abend gab es im Gewölbekeller des Hotels einen geselligen Heurigenabend mit Winzerbuffet. Musiker Manfred sorgte mit seinem Akkordeon und am Klavier für eine Superstimmung. Es wurde mitgesungen und geschunkelt.

Am letzten Tag ging die Fahrt nach dem Frühstück zum Haubiversum. In der Haubis Erlebniswelt sind die Türen der Backstube weit geöffnet. Bei einem Blick hinter die Kulissen konnte man das Bäcker-Handwerk hautnah erleben. Begonnen wurde im Kino mit einem Film über die Firmengeschichte. Noch vor dem Rundgang durch die gläserne Produktionsstraße bekam jeder eine Schürze und es ging in die Backstube, in der jeder selbst ein Mohnflesserl kreieren konnte. Ein vorbereiteter Teig sollte zu einem Zopf verschlungen und mit Mohn oder Kürbiskernen bestreut hergestellt werden. Während des Rundgangs wurden diese dann mit einer Nummer versehen gebacken. Während der Führung konnte man den Mitarbeitern über die Schulter schauen und den Weg des Teiglings bis hin zur fertigen Semmel verfolgen. Es gab Kostproben durch das Sortiment an Brot, Gebäck und Mehlspeisen. Es wurde gezeigt, wie die Produkte für den Export schockgefroren wurden. Ein Erlebnis war es, den Weg der Teiglinge durch Gärschrank, Froster und Ofen mit den jeweiligen Temperaturen nachzuempfinden. Nach dem Ende des Rundganges bekam jeder seine selbst geflochtene Semmel. Es gab die Möglichkeit zum Einkaufen und jede Menge Brote wurden über die Verkaufstheke gereicht. Anschließend hieß es Abschied nehmen von Österreich und es ging nach Passau. Der Bus hielt an der Schiffsanlegestelle und jede Menge Flusskreuzfahrtschiffe haben dort sehr viele Tagestouristen ausgeladen. Besichtigt wurde der Dom St. Stephan, eine barocke Bischofskirche. Die Orgel bildet mit 233 Registern und 17.974 Pfeifen die größte Domorgel der Welt. Jeden Tag kann man dort um 12 Uhr mittags ein Orgelkonzert anhören.

Ein letzter Stopp war dann in Roßstadt, wo das Abendessen eingenommen wurde, bevor es dann wieder nach Hofheim ging.

Marion Woywode

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