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Herrlicher Sonnenschein, die Ministrantenschar ist aufgestellt. Weihrauch geht voraus und wir schreiten in die Kirche. In diesem Moment erfolgt das feierliche Orgelspiel. Das ist der Beginn einer Messfeier an einem besonderen Sonntag oder einem Fest. Nach der feierlichen Orgelimprovisation geht es fließend über in das Lied, bei dem nun die Gemeinde mit ihrem Gesang einsetzt. Gottesdienst ohne Lieder und Musik ist bei uns in Franken undenkbar. Und was wäre ein Hochamt ohne Orgel oder andere musikalische Untermalung? Ja, sie ist wirklich majestätisch. Nicht nur von der äußeren Gestaltung her.  Allein der Anblick mancher Orgeln lässt das Herz höher schlagen. Nicht nur groß ist sie, sondern genauso künstlerisch fein und filigran verarbeitet. Wer einmal das imposanteste, lauteste – und womöglich schwierigste Instrument spielen möchte, der kommt an der Orgel nicht vorbei. Ihr Klangvolumen reicht von einem kaum vernehmbaren Pianissimo bis hin zu einem Wände erschütterndem Fortissimo. Sie besitzt mehr Tiefen und Höhen wie jedes andere Musikinstrument. Die größten Komponisten zollen ihr Lob.

„Die Orgl ist doch in meinen Augen und Ohren der König aller Instrumenten." (Wolfgang Amadeus Mozart)

Manche Orgel haben über hundert Pfeifen. Und andere sogar mehrere Tausend. Die vermutlich gewaltigste Orgel weltweit finden wir im Passauer Dom. Wenn die Angaben stimmen, sind hier 17974 Pfeifen und 233 Register verbaut! Die imposantesten Pfeifen sind beinahe so hoch wie ein zweistöckiges Haus und brummen noch tiefer als ein riesiger Braunbär.

„Versäume keine Gelegenheit, dich auf der Orgel zu üben; es gibt kein Instrument, das am Unreinen und Unsauberen im Tonsatz wie im Spiel also gleich Rache nähme, als die Orgel." (Robert Schuhmann)

Die Orgel als Musikinstrument gab es seit der Zeit der Antike. Die ersten Christen lehnten die Orgel vorerst ab, weil sie bis dahin bei Darbietungen in den Arenen eingesetzt wurde. Zur Belustigung der Zuschauer wurden u.a. hier Christen den wilden Tieren zum Fraß gegeben. Dabei untermauerte Orgelmusik die Szenerie. Erst viel später im Barock und in der Romantik kam sie zu ihrer uns heute bekannten Bedeutung in der Musikwelt. Heute verbergen sich innerhalb den kunstvoll gefertigten Orgeln manchmal hochmoderne Geräte, die ebenso majestätische Klangfarben wiedergeben. Wer selber einmal selbst die Orgel „beherrschen“ möchte, kann das in Musikschulen machen. Oft kann auch die Anfrage den Organisten im Heimatort eine Hilfe sein. Dann ist es auch möglich, in der Heimatkirche und an der Heimatorgel Unterricht zu bekommen. Die Kirchengemeinden bezuschussen diese Ausbildung mit einem Betrag von bis zu 50%!  Vertieft und geübt wird dann entweder auf dem heimischen Klavier oder der Heimorgel – und natürlich in der Kirche selbst: Da hat man die allerbeste Akustik!

„Die Orgel ist ohne Zweifel das größte, das kühnste und das herrlichste aller von menschlichem Geist erschaffenen Instrumente, sie ist ein ganzes Orchester, von dem eine geschickte Hand alles verlangen, auf dem sie alles ausführen kann".
(Honoré de Balzac)

Hier einige Orgelstücke, teilweise mit Gesang unserer Organisten zum Reinhören.

Bundorf - Heil uns, Heil, Halleluja:

Gemeinfeld - Du bist das Licht der Welt:

Gemeinfeld - Kyrie:

Goßmannsdorf - Christ ist erstanden:

Goßmannsdorf - Möge die Straße:

Hofheim - Geistliche Abendmusik:

Leuzendorf - Bleib bei uns, Herr:

Leuzendorf - Manchmal feiern wir:

Neuses - Das neue Morgenrot:

Neuses - Fest soll mein Taufbund:

 

Hier einige Impressionen unserer Orgeln. Viel Freude beim Ratespiel: Welche Orgel gehört in welche Ortschaft?

 

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