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Wir feiern heute auch einen König, Christus, unseren König. Er kommt ganz anders daher wie man sich so einen König vorstellt. Wenn ich Kinder fragen würde, wie ein König aussieht, dann käme sicher die Antwort: goldene Krone und roter Mantel.

 Hat unser König, den wir feiern das nötig, Krone und Mantel? Braucht es das überhaupt, dass wir dieses Fest heute feiern? Ich denke schon. 

Jesus bezeichnet sich selbst als König, auch wenn er zu Pilatus sagt, wenn mein Reich von dieser Welt wäre würden meinen Armeen kämpfen. Jesus ist aber einer, der anders ist, als die Machthaber dieser Welt. Das musste er dann am eigenen Leib spüren. Weil er anders war, deshalb wurde er schief angesehen, weil er anders war, hat man ihm nicht getraut, weil er anders war hat man ihn verhaftet und ans Kreuz genagelt. Die Machthaber ob die politischen oder die religiösen hatten Angst, dass er ihnen die Macht streitig macht. Sicherlich hat Pilatus ihn deshalb auch gefragt ob er ein König ist. Und weil er sich als König ausgab, wurde er mit einer Krone gekrönt, mit einer Dornenkrone. Als Zeichen des Spottes hat man ihm einen Mantel umgelegt und gegrüßt.

Jesus hat es mit Geduld über sich ergehen lassen, für uns. Er wusste, was ihm bevorstand, er wusste aber auch, wohin ihn sein Weg führen wird, über das Kreuz und die Auferstehung zum Vater.

Nach wie vor kommt Jesus auf uns zu mit dem Anspruch, unser König, unser Herr zu sein. Ganz gleich, wie wir Menschen darauf reagieren. Ganz gleich, was wir von ihm halten. Er ist von uns nicht abhängig, ob wir ihn anerkennen und verstehen wollen. Seine Persönlichkeit wird auch zu einem gut Teil geheimnisvoll bleiben, denn er kommt aus der Unbegreiflichkeit Gottes. Er bleibt in der Würde und Heiligkeit Gottes, auch wenn manche ihn einfach zum primitiven Mitmenschen machen wollen, vielleicht zum Kumpel, der genauso banal dahinlebt wie sie selbst. Jesus ist anders!

Er ist der Herr, der Kyrios. So hat ihn die junge Kirche von Anfang an gesehen und verehrt. Er fordert uns zum Bekenntnis und zur Entscheidung. Und Christus selbst wird sich dann auch entscheiden. Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.

Er unser Kyrios, unser Herr, unser König, brauch keine goldene Krone, um zu regieren, er will nicht herrschen, sondern lieben. Er will immer bei uns Menschen sein, denn er selbst ist die Liebe.

Let the sky fall

Wahrscheinlich kennen Sie das Lied Skyfall von Adele aus dem Radio. Für James Bond-Fans dürfte dieser reichlich mit Preisen ausgezeichnete Titel durch den gleichnamigen Film vertraut sein. Ein Lied , das in seiner Thematik sehr dem ähnelt, was wir am Anfang des Evangeliums vom kommenden Sonntag hören: Weltuntergang. Der Himmel stürzt ein. Alles wackelt, bebt, gerät aus den Fugen. In Filmen und Serien ist diese Thematik durchaus beliebt. Sie bringt bei einer Tüte Popcorn oder einem leckeren Getränk vor der Leinwand oder auf der heimischen Couch Spannung, wohl wissend, dass ein Held am Ende jede Situation zum Guten führt und nach dem Abspann mein eigenes Eben nach wie vor in den geregelten Bahnen verläuft, wie ich es gewohnt bin. Aber in Realität will das, was auf der Leinwand so fesselnd ist, wohl kaum irgendjemand erleben. Dennoch mussten das in diesem Jahr einige Menschen: In Deutschland und anderen Teilen Europas sind ganze Ortsteile weggeschwommen, Waldbrände haben das Leben so vieler zur Herausforderung werden lassen und immer wieder Nachrichten von Gewalt. Wäre es da nicht manchmal schön, wenn es auch da so einen Held gäbe, der alles in der Zeit eines Spielfilms wieder ins Lot bringt?

Das Evangelium spricht von Jesu Wiederkunft am Ende der Zeiten in sehr heroischer Weise. Doch auch heute schon ist er an unserer Seite - was auch immer passiert. Zwar nicht im Stil eines James Bond oder eines anderen Acion-Helden, wohl aber als stiller Begleiter mit einem offenen Ohr für unsere Sorgen und Nöte. Als Halt und Hoffnung gerade in schweren Zeiten und einfach auch so an jedem Tag.

Stankt Martin ritt durch Schnee und Wind….

Dieses Lied kennst du sicher und hast es in deiner Kindheit auch gesungen, oder du singst es heute zum Gedenktag des Heiligen Martin. Unser Bild zeigt heute die Figur des Heiligen Marin, wie er den Mantel teilt. Sie steht im Alten-Service-Zentrum in Hofheim, das heute auch diesen Heiligen als Patron feiert.

Jetzt in der Zeit bis Weihnachten, es sind nur noch 40!! Tage, begegnen uns immer wieder Heilige, die teilen. Die Heilige Elisabet, der Heilige Nikolaus und natürlich der Tagesheilige heute – Martin von Tours. Er war Soldat, hatte dann dieses Erlebnis mit dem Bettler, mit dem er seinen Mantel geteilt hat. Jesus ist im danach im Traum erschienen, mit dem Mantelstück und hat ihm erklärt, dass er selbst dieser Bettler war. Ein Bekehrungserlebnis für Martin.

Es ist Tradition, am Martinstag mit anderen ein Stück Brot zu teilen, oft wird es nach den Martinsumzügen in den Kindergärten praktiziert.

Jesus fordert uns aber nicht nur auf, Brot und Mantel zu Teilen, sondern unser Leben!  Unser Leben Teilen, mit anderen Menschen gut umzugehen und für sie da zu sein, aber auch eine gute Beziehung zu ihm, Christus, zu haben.

Vielleich kann dir auch das Martinslied dazu helfen.  Du findest es im Gotteslob Nummer 545. Viel Freude beim lesen oder singen.

Sicher kennen sie das Märchen vom Sterntaler, bei dem ein Mädchen alles was es hat, sogar sein letztes Hemdchen für andere hingibt. In den Lesungen aus dem Buch der Könige und im Evangelium ging es heute um ähnliche Erzählungen. Eine Witwe bereitet für den Propheten Elija mit ihrem letzten Mehl ein Gebäck zu, dieser verspricht ihr, dass durch den Willen Gottes ihr Mehl- und Öltopf nicht mehr leerwerden, bis es wieder regnet und eine neue Ernte kommt. Im Evangelium hat Jesus beobachtet, wie reiche Menschen von ihrem Überfluss abgeben und in den Opferstock Geld werfen. Als eine Witwe zwei kleine Münzen hineinwarf, sagte er zu seinen Jüngern: „Diese Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen.“

Für manche Menschen nicht zu verstehen, weil sie selbst im Überfluss leben. Heute im Kindergottesdienst haben die Kinder erarbeitet und überlegt, wann sie geteilt haben. Manchmal ist es nicht einfach, zu teilen, von dem etwas abzugeben, was man selbst gernhat. Aber man muss nicht immer nur Geld oder Lebensmittel teilen, Zeit zu Teilen ist in unserer Zeit oft noch wichtiger. Zeit, von der Wir eh in dieser schnelllebigen Zeit ist Zeit ein hohes Gut. Das zu teilen, Zeit zu haben für Menschen, die sonst niemanden haben ist, wie beim Sterntaler das letzte Hemd zu geben.

Wenn du es versuchst, fallen vielleicht auch für dich die Sterne vom Himmel.

„Heute ist ein guter Tag um glücklich zu sein“.

Das singt Max Raabe in einem seiner Lieder.

Er personifiziert das Glück als Wesen, das an die Tür klopft, es sich auf der Couch bequem macht und dem ich Kaffee oder Tee anbieten kann, damit es sich wohl fühlt und bleibt.

Und ausgerechnet heute soll dieser gute Tag sein, an dem es bei mir eintritt.

An einem Tag, der vielleicht so ist wie viele andere Tage schon zuvor in meinem Leben. Vielleicht aber auch an einem Tag, auf den ich mich schon lange gefreut habe oder möglicherweise auch zu einem Zeitpunkt, an dem ich mich eher vom Pech als vom Glück verfolgt fühle.

Einerseits mag diese Vorstellung ungewöhnlich erscheinen, ist aber andererseits auch irgendwie genial: Denn sie ermuntert, immer und überall die Augen nach dem Glück offen zu halten und es zu entdecken - selbst da, wo ich es erst mal nicht vermutet hätte.

Auch das Fest Allerheiligen, das wir am Montag feiern und das dazugehörige Tagesevangelium regen dazu an, in diese Richtung zu denken: Im Evangelium werden Menschen selig - also glücklich - gepriesen, die zum Teil in Situationen stecken, in denen ich zumindest das Glück nicht vermuten würde: Verfolgung, Armut, Trauer und Überhäufung mit Beschimpfungen und Verleumdungen. Ihr Glück besteht darin, dass sie Gott an ihrer Seite wissen und auf ihn vertrauen, egal was passiert. Viele der Heiligen, denen wir am Montag gedenken, haben genau das vorgelebt: Egal, was ihnen im Leben passiert ist - und das war nicht immer nur Angenehmes - sie schöpften Kraft aus der Beziehung zu Gott und schenkten anderen mit dem, was sie taten Zuwendung, Heilung, Schutz und vieles mehr, um auch deren Leben etwas glücklicher zu machen.

 Ein guter Impuls auch einmal genau auf das eigene Leben zu schauen: Wo oder auch durch wen schenkt Gott mir kleine oder große Glücksmomente? Und dann zu entdecken: Er schenkt uns immer wieder Tage und Momente, um glücklich zu sein. - egal, ob wir gerade damit rechnen oder überrascht werden.

Bildquellenangabe:

Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/absolutvision-6158753/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;u„Heute ist ein guter Tag um glücklich zu sein“.

Das singt Max Raabe in einem seiner Lieder.

Er personifiziert das Glück als Wesen, das an die Tür klopft, es sich auf der Couch bequem macht und dem ich Kaffee oder Tee anbieten kann, damit es sich wohl fühlt und bleibt.

Und ausgerechnet heute soll dieser gute Tag sein, an dem es bei mir eintritt.

An einem Tag, der vielleicht so ist wie viele andere Tage schon zuvor in meinem Leben. Vielleicht aber auch an einem Tag, auf den ich mich schon lange gefreut habe oder möglicherweise auch zu einem Zeitpunkt, an dem ich mich eher vom Pech als vom Glück verfolgt fühle.

Einerseits mag diese Vorstellung ungewöhnlich erscheinen, ist aber andererseits auch irgendwie genial: Denn sie ermuntert, immer und überall die Augen nach dem Glück offen zu halten und es zu entdecken - selbst da, wo ich es erst mal nicht vermutet hätte.

Auch das Fest Allerheiligen, das wir am Montag feiern und das dazugehörige Tagesevangelium regen dazu an, in diese Richtung zu denken: Im Evangelium werden Menschen selig - also glücklich - gepriesen, die zum Teil in Situationen stecken, in denen ich zumindest das Glück nicht vermuten würde: Verfolgung, Armut, Trauer und Überhäufung mit Beschimpfungen und Verleumdungen. Ihr Glück besteht darin, dass sie Gott an ihrer Seite wissen und auf ihn vertrauen, egal was passiert. Viele der Heiligen, denen wir am Montag gedenken, haben genau das vorgelebt: Egal, was ihnen im Leben passiert ist - und das war nicht immer nur Angenehmes - sie schöpften Kraft aus der Beziehung zu Gott und schenkten anderen mit dem, was sie taten Zuwendung, Heilung, Schutz und vieles mehr, um auch deren Leben etwas glücklicher zu machen.

 Ein guter Impuls auch einmal genau auf das eigene Leben zu schauen: Wo oder auch durch wen schenkt Gott mir kleine oder große Glücksmomente? Und dann zu entdecken: Er schenkt uns immer wieder Tage und Momente, um glücklich zu sein. - egal, ob wir gerade damit rechnen oder überrascht werden.

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m_content=2979107">Gino Crescoli</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2979107">Pixabay</a>

Impuls der Woche. Heute ein Bildstock aus Bundorf. Es ist ebenfalls ein kleiner Prozessionsaltar wie der in Goßmannsdorf. Nur befindet sich auf der Rückseite das Bild der Gottesmutter mit ihrem Sohn. So zum Endes des Rosenkranzmonats nochmal etwas über Maria. Die Mutter hält ihr Kind liebevoll im Arm, auch wenn der Sandstein schon etwas verwaschen ist, ist es gut zu erkennen, wie sich das Jesuskind an seine Mutter schmiegt. Wann warst du mit deiner Mutter oder Vater oder mit deinem Kind in so inniger Umarmung? Liebe und Zuneigung sind wichtige Säulen im Familienleben. Ich wünsche euch jetzt in diesen trüben Tagen viel Wärme, die von einem lieben Menschen ausgeht, und dass auch du die Wärme und Liebe spüren kannst, die unser Gott ausstrahlt. Sei behütet 🙏🏼

Zwei Menschen begegnen sich. Zwei, die nicht unterschiedlicher sein können. Der eine ist Bartimäus, er ist blind, er lebt von Almosen, von dem, was ihm gegeben wird, ist abhängig von anderen. Er steht nicht im Rampenlicht, sondern lebt am Rande der Gesellschaft. Viele gehen an ihm vorüber, und nur wenige schenken ihm Beachtung.Der andere ist Jesus. Er zieht von Jericho nach Jerusalem hinauf. Er ist einer, der im Mittelpunkt steht. Für ihn, den Wanderprediger, interessieren sich die Leute. Die Menschen suchen seine Nähe, weil er auf eine Art und Weise von Gott erzählt, die so manches Althergekommene in einem neuen Licht erscheinen lässt. Auch das, was von ihm berichtet wird, seine Taten, wie er mit den Menschen umgeht, erweckt Neugier und Interesse. Er widmet sich den Kranken, ihnen kommt Heil zu, Ausgestoßene erleben durch sein Handeln, wie sie in die Gemeinschaft zurückgeführt werden, und Sündern schenkt er neue Hoffnung. Kurzum: Er ist jemand, den man unbedingt gesehen haben, besser noch, ihm begegnet sein muss.

Für Bartimäus bedeutet dies, die Chance seines Lebens wahrzunehmen. Er setzt alles daran, dass es möglich wird, diesem Jesus zu  begegnen. Und genau da ereignet sich all das, was ihm eine neue Lebensperspektive ermöglicht. Jesus geht nicht achtlos vorüber, er schaut ihn an, er wendet sich ihm zu, er nimmt ihn ernst und spricht mit ihm über das, was ihn bewegt, was ihn um- und zu ihm hintreibt. Da gibt es kein besserwisserisches Gelehrtengehabe so nach dem Motto, ich weiß ja eh schon, was du brauchst, was dir guttut. Nein, er fragt ihn: „Was soll ich dir tun?“ Und tief aus seinem Glauben heraus und in der festen Überzeugung, dass durch die Begegnung mit Jesus ihm eine Perspektive auf Gott hin erschlossen werden kann, antwortet er: „Rabbuni, ich möchte wieder sehen können!“

In dieser Begegnung mit Jesus Christus ereignet sich Glaube und wird erlebbar und spürbar. Dies gilt nicht nur für Bartimäus damals, sondern auch für uns heute.  Dies gilt auch überall dort, wo kranke und alte Menschen gepflegt werden in Krankenhäusern in Pflegeheimen oder in so vielen privaten Haushalten Jesus kommt, wenn auch nur in geistiger weise zu ihnen und fragt: „was soll ich dir tun?“ und jeder, der es zulässt, der Jesus in sein innerstes Einkehren lässt, im Herzen aufnimmt, dem kann er helfen. Bettlägerige werden bestimmt nicht einfach umhergehen, aber ich bin mir sicher, dass Jesus ihnen hilft, mit dem Alter, mit der Krankheit besser umgehen und es leichter er-tragen zu können.

Das Bild ist aus: www.familien234.de  Ausmalbild

Solche Bilder bekommen die Kinder in Papierform im Gottesdienst in Hofheim

Jetzt im Herbst finden in unserer PG Hofheim in vielen Orten wieder die Ewigen Anbetungen statt. Eine Einladung des Herrn, zu ihm zu kommen und ihn anzubeten, den Dank und die Bitten ihm hinzulegen. Unser heutiges Bild zeigt einen kleinen Aussenaltar mit Steinbaldachin und als Bild eine Monstranz. In diesen kleinen Altar, in Franken nennt man es oft "Käpperle", wird bei eucharistischen Prozessionen die Monstranz mit dem Allerheiligsten gestelltund und Gebete gesprochen. Oft wir ein Evangelium gelesen und Fürbitten gehalten. Dieser Altar steht unterhalb der Kirche in Goßmansdorf neben dem Pfarrheim. Sind dir in deiner Ortschaft auch solche Altäre aufgefallen? Betest du manchmal vor dem Allerheiligsten? Versuche es doch, der Herr ist im Tabernakel immer für dich da. 

Bitte hinten anstellen!

Schon von klein auf lernen wir diese Regel - egal ob im Kindergarten, später in der Schule, beim Einsteigen in den Bus oder an der Supermarktkasse. Wo schon einer ist, kann nicht noch ein Zweiter sein und derjenige, der vor mir da war, hat natürlich Vortritt.

Aber nicht überall ist es so einfach und selbstverständlich, sich hinten an oder hintenan zu stellen.

Manchmal tut es auch gut, vorne dran zu sein, im Rampenlicht zu stehen, zu erfahren, dass die eigene Meinung und Stimme etwas zählt und man was bewirken kann. Besonders schön ist es dann vor allem, wenn das, was man tut gut ankommt und es Anerkennung gibt. 

 

Wenn ich in das Sonntagsevangelium schaue, könnte ich mir vorstellen, dass Jakobus und Johannes, zwei Jünger von Jesus so gesehen haben könnten. Sie haben ihr Leben, ihre Familie, ihre Arbeit und alles, was ihr Leben ausgemacht hat, hinten angestellt. Wie die anderen Jünger übrigens auch. Gemäß der Lehre und dem Vorbild ihres Meisters Jesus waren sie für andere da. Bewundernswert und vielleicht sogar nachvollziehbar, dass die Beiden sich nach Anerkennung für ihr Wirken sehnen und deswegen Jesus fragen, ob sie dereinst zu seiner Linken und seiner Rechten sitzen können, wenngleich das den anderen Jüngern gegenüber kein feiner Schachzug war.

Jesus entgeht diesem Wetteifer um Anerkennung, indem er seine Jünger zusammen ruft und ihnen klar macht, was wirkliche Größe für ihn ist: Für Andere da zu sein, ihnen Zuwendung zu schenken und die Augen für die Bedürfnisse der Menschen um einen herum offen zu halten. Unabhängig davon, ob das jetzt gesehen oder honoriert wird oder  ob man erwarten kann, eine Gegenleistung zu bekommen. Kurz gesagt: Ein Diener für die Anderen zu sein. Und vielleicht liegt gerade darin der Schlüssel zu gegenseitiger Achtung und Anerkennung und einem respektvollen Miteinander: Denn wo jeder auf jeden achtet und für den Nächsten sorgt, wird im Idealfall keiner hinten runter fallen.

Agnes Donhauser

Bild: pfarrbriefservice.de

„Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da“, so beginnt ein bekanntes Kinderlied. Der Herbst hat viele Gesichter, Sonne, Regen, Nebel, manchmal auch Schnee. Mir gefällt der Herbst am Besten, wenn die Bäume ihre Farbe wechseln und dann rot, gelb und golden leuchten. Goldener Oktober. Dann kann ich richtig aufblühen. Aber es gibt auch andere Seiten im Herbst, wenn es neblig ist, regnerisch, dann ziehe ich mich lieber zurück und werde nachdenklich. Eine gute Zeit also, einmal über das Leben an sich nachzudenken. Was ist gut, was sollte ich ändern? Auf dem Impulsbild in dieser Woche ist ein Kreuz so sehen, es steht am Ortsausgang Stöckach in Richtung Neuses. Immer wenn ich an diesem Kreuz vorbei komme, wird mir die Vergänglichkeit immer wieder bewusst. Der Korpus verwittert langsam, dennoch hat dieses Kreuz so viel Kraft - die Arme des Herrn so weit ausgebreitet. Ich hoffe, dass es uns alle am Ende unseres Lebens auch mit so weit ausgebreiteten Armen empfängt. Jetzt im Herbst in der Abendsonne hat das Kreuz auch mit den bunten Blättern der Bäume einen ganz besonderen Reiz.

Oktober – Rosenkranzmonat

Bevor jetzt jemand sagt: „Langweilig, alter Käse, brauchen wir nicht“, lest bitte erst den Artikel.

In der Woche vor meiner Weihe war ich mit den anderen Weihekandidaten zu Exerzitien in Schmerlenbach. (Da steht die Muttergottes, die so komisch schaut) In dieser ehemaligen Klosteranlage ist im Garten ein Labyrinth aus Pflastersteinen in den Boden eingelassen. Sicher kennst du dieses Labyrinth, zuerst geht man auf die Mitte zu, dann wieder nach außen, und du musst alle Wege gegangen sein, um zur Mitte zu gelangen. Ich sollte ja in dieser Woche zur Ruhe und weiter zu Gott finden. Also gehe ich in dieses Gebilde und weil nur Schritt für Schritt langweilig ist, fange ich an den Rosenkranz zu beten. Aber nicht die Gesätze, die Im Gotteslob stehen und die ich früher im Kommunionunterricht auswendig lernen musste. Sondern ich habe mir welche einfallen lassen.

  • - Jesus, der immer bei uns ist
  • - Jesus, der mich einlädt
  • - Jesus, der mich in seinen Dienst stellt
  • - ….

So sind jeden Tag neue Gedanken dazugekommen, denn ich bin jeden Tag dieses Labyrinth abgelaufen und dabei Rosenkran gebetet. Jetzt, so im Alltag hab ich nicht die Zeit, den Rosenkranz am Stück zu beten, aber ich bau in den Tag immer wieder ein paar „Gegrüßet seist du Maria“ ein, immer mit einem Gedenken, was mir an dem Tag wichtig ist. Da spielt es auch keine Rolle, wo ich gerade bin, ob im Auto oder auf der Arbeit. Selbst wenn´s mal Stressig ist, beten geht 😊

Versuch es doch auch einmal. Jetzt im Oktober wäre eine gute Gelegenheit damit anzufangen. Der Oktober ist der Rosenkranzkönigin geweiht. Wenn du wissen willst, wie man den Rosenkranz betet, dann kannst du im Gotteslob Nummer 4 nachschauen. Das Lied „Rosenkranzkönigin“ steht im Gotteslob Nummer 870. Ich wünsche dir gute Erfahrungen beim Beten. Übrigens ist die Muttergottes In Schmerlenbach durch einen Glaskasten geschützt und wird in der Gegend mittlerweile „Muttergottes im Aquarium“ genannt. So, jetz steh net da und gug wie die Muttergottes vo Schmerlebach, nimm dei Xangbuch und gug a mal nei.

Euer Thorsten Hueller

Viele kennen wahrscheinlich diese drei „Totschlagargumente“:

„Des war noch nie so.“

„Ham mer noch nie so gmacht.“

„Da könnt‘ ja jeder kommen…“

Schneller als es einem manchmal lieb ist, ist damit eine neue, vielleicht auch gute Idee vom Tisch. Und das nur, weil sie eben anders ist als das, was man eben sonst kennt oder gewohnt ist. Neues – Anderes - bringt mitunter Unsicherheiten mit sich – das ist klar. Trotzdem kann es sich aber lohnen, sich darauf einzulassen oder es zumindest zuzulassen, wie auch die Jünger im Evangelium vom 26. Sonntag im Jahreskreis erfahren haben. Für sie war klar: Jesus nachfolgen bedeutet, mit ihm unterwegs zu sein, alles aufzugeben und so zu leben, wie er eben auch. Doch es schien auch Leute gegeben zu haben, die sich ihnen eben nicht anschließen wollten – aus welchem Grund auch immer – aber trotzdem Jesus und seine Botschaft in ihrem Umfeld erfahrbar werden ließen. Nicht nachvollziehbar für die Jünger.

Jesus bringt mit einem einzigen Satz auf den Punkt, was für ihn zählt: Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Kurz, knapp und doch so bedeutsam: Es gibt Menschen, die leben ihren Glauben anders als ich, vertreten andere Meinungen und haben vielleicht auch andere Vorstellungen von einem gelungenen Leben. Trotzdem kann es sich lohnen, ins Gespräch zu kommen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und festzustellen: Auch in dem, was anders und ungewohnt ist, kann sich viel Gutes und Gottes Liebe zu uns zeigen.

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