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Normal

Zurück zur Normalität. Dieser Wunsch begleitet uns jetzt seit über einem Jahr.
Zurück zur Normalität. Dabei gibt es so viele Dinge, die ganz normal weiter gelaufen sind, auch im letzten Jahr.
Zurück zur Normalität. Im Kirchenjahr ist es jetzt wieder soweit. Die Zeit im Jahreskreis beginnt. Nichts besonderes mehr.
Zurück zur Normalität. Aber was ist eigentlich normal?

Normal. Die Zeit im Jahreskreis? Woran wird das fest gemacht? Weil es weder eine Fasten-, noch eine Festzeit ist? Also ist normal das, was nicht anders kategorisierbar ist?

Normal. Die Zeit vor Corona? Aber haben wir nicht davor auch schon immer Daten oder Zeiten gehabt, nach denen alles anders war? Nach denen es ein neues „Normal“ gab? Wie normal ist doch heute ein Handy, ein Computer – wie normal war das in den 90ern? Wie normal sind Sicherheitsvorkehrungen beim Fliegen und auf Bahnhöfen – wie anders war das vor verschiedenen Terroranschlägen in den 00er Jahren?

Normal. Das, was die Norm bestimmt? Ein Gesetz also.
Was wäre dann eigentlich für eine Christin/ einen Christen normal? Nächstenliebe? Freude über die Auferstehung? Aufbau des Reiches Gottes? Liebe und eine lebendige Beziehung zu Gott? Wie normal ist das aber für unsere Gesellschaft? Wie normal war das für die Zeit Jesu?

Normal. Das, was irgendwer als normal bezeichnet? Also beliebig und überall anders? Der Durchschnitt? Oder das was die Mehrzahl ist?

Und was ist eigentlich mit dem, was nicht normal ist?
Was die Norm sprengt?
Was ganz e-norm ist?

Menschen, die nicht in die Kategorien, nicht in die Schubladen passen, die nicht Durchschnitt sind. Also doch irgendwie alle.
So Dinge, wie die Auferstehung, Wunder und Überraschungen.
Gott.

Was ist mit all dem, wenn es, wenn sie nicht ganz normal sind?
Wie bewerten wir das?
Wird es irgendwann normal?

Oder gibt es überhaupt normal?

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