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Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten (Kol 1,9)


„Ich bete für dich“, diesen Satz habe ich in letzter Zeit öfters gehört oder selbst gesagt.

Für mich ist beten wichtig, nicht nur das beten in der Kirche, sondern auch das persönliche Gebet zu Hause. 
Für jemanden beten hat dann gleich noch eine ganz andere Dimension. Wenn ich weiß, jemand betet für mich, wenn ich z. B. vor einer Prüfung stehe, oder wenn ich krank bin. Dann weiß ich, dass ich nicht allein bin mit meinen Sorgen und Ängsten.


Der andere nimmt sich Zeit, denkt an mich, bittet Gott, dass alles gut wird. Ich fühle mich da immer getragen und behütet. Auch wenn uns die Glocken jeden Tag beim Angelus ans Beten erinnern, dann nehme ich jemanden, für den ich beten möchte mit hinein. In diesen Zeiten, in dem wir unsere physischen Kontakte reduzieren sollen, kann ein Gebet doch Verbindung schaffen, auch über Grenzen hinweg.


Am Wochenende habe ich einem Kurskollegen versprochen, für ihn in der nächsten Woche ganz besonders zu beten, dann, wenn er Prüfung hat. Dazu zünde ich wieder eine Kerze an, und setze mich ganz ruhig hin und bete in aller Stille. Ich finde, es müssen nicht immer vorformulierte Texte sein, sondern einfach seine Gedanken zu Gott schicken, das ist beten.


Versucht es doch einfach einmal, euch fällt sicherlich jemand ein, für den ihr beten könnt. In der PG besteht in den Kirchen auch die Möglichkeit, Kerzen zu entzünden. Seit kurzem sogar an in Serrfeld, denn auch da ist die Kirche jetzt an den Wochenenden geöffnet.

Thorsten Hueller

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