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Impuls 01.06.-07.06.21 - Gedanken zu Fronleichnam - Mk 14,12-16.22-26


Am Donnerstag feiern wir Fronleichnam. Schon wieder so ein Fest, bei dem ich wie „Dreifaltigkeit“ und „Pfingsten“ erst mal darüber nachdenken muss. Im Evangelium begegnen mir die Sätze: „Nehmt, das ist mein Leib.“, „das ist mein Blut.“ Für viele schon damals, zur Zeit Jesu, war es unvorstellbar, dass jemand anderen sein Fleisch und Blut zu essen gibt, und noch verrückter erscheint es, das es doch Brot und Wein ist.

Trotzdem ist es für uns Katholiken einer der wichtigsten Feiertage. Fronleichnam, aus dem althochdeutschen für „Herrenleib“. In normalen Jahren mit großem Aufwand gefeiert, jetzt in Coronazeiten ganz anderes, aber ich meine nicht weniger ausdrucksstark.

Wenn wir in diesen Tagen mit dem Allerheiligsten durch unsere Orte ziehen und da auch die sonst üblichen Prozessionswege verlassen, direkt zu den Menschen kommen, dann ist das, so meine ich, was Jesus wollte, schlicht und einfach da zu sein für die Menschen.

Sicherlich ist es schön, das Fronleichnamsfest gemeinsam zu feiern mit Prozession, mit Musik und vielen Blumen. Aber es kann für viele auch sehr ergreifend sein und sie viel mehr innerlich berühren, wenn Jesus „leibhaftig“ in der Brots-Gestalt zu ihnen in ihre Lebenswelt kommt. An ihrem Leben teilnimmt. Dann wird der Bund von Gott und den Menschen sichtbar, den Jesus mit seinem Blut besiegelt hat.

Thorsten Hueller

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