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Achtung, großartig!

Für alle Wintersportfans ist an diesem Wochenende im Fernsehen wieder so einiges geboten. Biathlonfans werden ihren Lieblingssportlern bei jedem Schießen die Daumen halten, dass sie wieder schnell genug und fehlerfrei auf die Strecke kommen. Und die Fans aller möglichen anderen Disziplinen werden sich freuen, wenn „ihr“ Team oder Athlet mindestens eine Tausendstelsekunde schneller ist, als die Konkurrenz.

Eines haben aber alle Wettkämpfe gemeinsam: Manchmal sind wirklich die kürzesten Augenblicke ausschlaggebend dafür, ob jemand am Ende im Rampenlicht steht oder nach hinten durchgereicht wird.

Auch im heutigen Evangelium ist ein einziger, Augenblick entscheidend, der Jesus ins Rampenlicht stellt: Während er von Johannes im Jordan getauft wird, öffnet sich der Himmel, der Heilige Geist kommt auf ihn herab und eine Stimme spricht: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“ Ein dichter Moment, der zeigt: Dieser Mensch, der der da gerade zwischen so vielen Anderen zum Jordan gekommen ist, ist jemand ganz Besonderes: Gottes Sohn!

Doch es geht keineswegs darum, alleine Jesus heraus zu heben und alle Anderen im Schatten stehen zu lassen. Vielmehr zeigt dieser Ausschnitt aus dem Evangelium: Wir alle sind durch die Taufe Kinder Gottes.- Zumal Jesus an anderer Stelle von Gott nicht nur als seinem, sondern als unser aller Vater spricht. Vor Gott ist jeder etwas ganz besonderes, einmalig und mit Würde ausgestattet. - Unabhängig von der je eigenen Leistung und egal ob sich jemand gerade auf der Licht- oder Schattenseite des Lebens befindet.

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