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 Heute sind wir mit einer Reliquie des Hl. Sebastian durch die Stadt gezogen. Damit haben wir ein aussagekräftiges Glaubenszeugnis abgelegt. Der Heilige Sebastian, den wir heute hier in Hofheim feiern, hat auch seinen Glauben bezeugt und das als Prätorianer, also als Leibgardist des römischen Kaisers Diokletian. Er schwört dem Kaiserkult ab und bekennt sich zu Christus und hilft christlichen Gefangenen. Dafür sollte er getötet werden. Bogenschützen sollen ihn erschießen. Er wird getroffen und für tot gehalten. Irene, eine Witwe, will ihn für das Begräbnis vorbereiten und erkennt, dass Sebastian noch lebt, also pflegt sie ihn gesund. Und was macht Sebastian? Er stellt sich wieder gegen den überraschten Kaiser und prangert dessen Christenverfolgung an und bekennt sich selbst wieder zu Christus.

Wie ist das heute, wenn ich mich zu Christus bekenne? Höchstwahrscheinlich werde ich hier in Hofheim nicht zu Tode gepeitscht, wie es dann dem Heiligen ging. in anderen Länder unserer Welt ist das ganz anders, leider. Es sterben jedes Jahr viele Christen, weil sie sich wie der Heilige Sebastian zu diesem Christus bekennen. Dennoch treffen auch mich Pfeile, wenn ich wegen meinem glauben belächelt werde:

  • „Wie, Du gehst noch jeden Sonntag in die Kirch, hast du nix anders zu tun, da gibt’s doch bestimmt was Besseres?“
  • „wie, du bist katholisch, auch einer von dem Haufen, der das Geld für teure Badewannen rauswirft und dann noch der Missbrauch in der Kirche“
  • Und sie könnten bestimmt noch mehr Sachen aufzählen, wo sie mit Pfeilen von Hass, Gewalt, Egoismus und Gleichgültigkeit getroffen werden.

Wie begegne ich solchen Menschen, die mich getroffen haben, schieße ich mit den selben Pfeilen zurück?

Ich muss sicher nicht Tag täglich mit meinem Glauben hausieren gehen, dennoch darf ich, oder besser, als Christ muss ich zu meinem Glauben stehen, und ihn standhaft vertreten, wenn ich wieder mal, salopp gesagt, „dumm“ angeredet werde.

  • Ich darf hoffen, dass mein gegenüber zuhört, wenn ich ihm davon berichte, wie schön es mit dem Glauben sein kann, ich darf Hoffnung haben, dass bei ihm etwas geweckt wird, dass es ins Nachdenken kommt und seine Meinung überdenkt
  • Ich darf ihm mit Liebe begegnen, die Liebe, ist die schärfte Waffe, wenn es die Liebe ist, mit der uns auch Jesus begegnet ---→

Glaube, Hoffnung Liebe, diese 3 , wenn wir solche Pfeile abschießen, ist das besser als Hass, Egoismus und Gewalt.

Wenn sie jetzt den Satz des Evangelium mit dazu nehmen:

Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ und ihn leben, dann ist für uns alle schon ein Stück Himmel auf Erden Realität geworden.

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