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Es ist einfach wunderschön zur Zeit draußen zwischen Wiesen und Feldern unterwegs zu sein oder entspannt in den angenehm warmen Frühlingssonnenstrahlen auf dem Balkon oder sonst wo im Grünen zu sitzen. Die Bäume und Wiesen zeigen sich in sattem, fröhlichen grün, überall wächst und blüht es, Amsel- und Meisengesang am Tag, nachts gelegentlich eine Nachtigall. Kurzum: Das große, wunderschöne „Freiluftwohnzimmer“ hat wieder für uns alle nach der kalten Jahreszeit geöffnet und ich freue mich total darüber.

Wie gut kann ich da Franz von Assisi verstehen, einen Heiligen, der Ende des 12. Anfang des 13. Jahrhunderts in Italien gelebt hat. In seinem „Sonnengesang“ besingt er voll Staunen und Dankbarkeit gegenüber Gott die Schönheit der Welt, in der alle Elemente so wunderbar ineinander greifen, dass Pflanzen, Tiere und Menschen gut auf ihr leben können.
Doch er geht noch weiter, als an der bloßen Bewunderung stehen zu bleiben. Er singt von Bruder Sonne, Schwester Wasser und Mutter Erde, die allerlei Grün hervorbringt und so alle Ernährt.

Damit zollt er allem, was es auf de Erde gibt, einen großen Respekt und zeigt, dass er als Mensch keinesfalls unabhängig von der Natur und ihren Abläufen ist, sondern ihr gegenüber in Beziehung und Verantwortung steht.

Mich erinnert der Sonnengesang daran, die Achtsamkeit für die Umwelt nicht außer Augen zu lassen - trotz der vielen Probleme die es derzeit auf der Welt gibt. Diese müssen angegangen und so gelöst werden, dass Menschenwürde und Frieden mehr als Worthülsen sind. - Keine Frage! Und trotzdem - oder vielleicht auch gerade deshalb -  machen mir die Zeilen des Heiligen Franziskus bewusst, dass das Wunderwerk der Natur, an dem ich mich derzeit so gerne freue, genauso wenig selbstverständlich ist wie Frieden und dass es auch mit an mir und jedem Einzelnen liegt, ob wir unsere Welt in Zukunft noch als lebensfreundliches und liebenswertes Wunderwerk erleben können.

 

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