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Endlich Ferien!

So haben sicher am Freitag die meisten Schülerinnen und Schüler gejubelt. Vielleicht beginnt auch für dich jetzt die Urlaubszeit. Das ganze Jahr nach der Schufterei, endlich ein paar Tage erholen und ausruhen. Zeit für sich und die Familie haben und die Seele baumeln lassen - eigentlich die perfekte Zeit. Wie ist es aber mit denen, die sich keinen Urlaub leisten können? Sicherlich versuchen auch die Menschen, auch wenn es nicht mit dem Auto oder Flieger in die Urlaubsregionen geht, sich zu erholen.

Es gibt gewiss auch Leute unter uns, die einfach nicht weg wollen, weil sie es zu Hause am Schönsten finden. Dann gibt es noch eine ganz spezielle Art von Menschen, die gar nichts wissen wollen vom Urlaub, von Erholung, die immer nur Arbeiten, und jeden Cent zusammenkratzen, nur damit das Konto voll wird, die sich von ihrem Geld nichts gönnen. So einem Menschen begegne ich im Evangelium. Er freut sich, dass seine Ernte so groß ist, er will neue Scheunen bauen, dass er alles unterbringen kann. Er arbeitet nur des Geldes wegen, für sich, für andere und für Gott hat er keine Zeit.

Doch Gott macht ihm einen gewaltigen Strich durch seine Rechnung. "Noch heute Nacht werde ich dein Leben zurück fordern". Hat sich so ein Leben gelohnt? Nur Arbeit, Arbeit, Arbeit und dann…..?

Ich denke Arbeit lohnt sich, keine Frage, aber zur rechten Zeit Zeit für sich und andere zu haben, ist sicherlich die gesündere und angenehmere Art zu leben.

In diesem Sinne, genieß deinen Urlaub, deine Ferien, wann immer du kannst, denk an dich, deinen Nächsten und an Gott. So wünsche ich uns allen eine gesegnete Zeit.

 

Thorsten Hueller, Diakon

 

Bff - Best friends forever

Im Laufe der Zeit begegnet man vielen Menschen. Manchen kurz und flüchtig beim Gang durch den Supermarkt oder weil man eine Zugfahrt lang nebeneinander sitzt. Anderen täglich als Arbeitskollegen und Bekannten. Einige der Begegnungen werden zu Freundschaft in ihren unterschiedlichsten Facetten - von der Freundschaft in den Sozialen Netzwerken bis hin zu den ganz wenigen wirklichen Lieblingsmenschen, die den Titel „Bester Freund/beste Freundin“ absolut verdient haben. Es sind die Menschen, mit denen man zusammen lachen und weinen kann, bei denen man zu jeder Tages- und Nachtzeit klingeln kann, wenn was ist und die einen nie abweisen würden. Es sind diejenigen, die zwar nicht jedes Problem lösen können, aber allein schon durch ihre Anwesenheit das Leben schöner machen. Die, denen man bedingungslos vertrauen kann und für die man bereit wäre, mindestens genau das gleiche zu tun.

Jesus  greift im Sonntagsevangelium das Bild der Freundschaft auf (Lk 11,1-13): Wenn schon wir Menschen so fürsorglich und liebevoll miteinander umgehen - um wie viel mehr dann erst Gott? Er, der die Liebe ist. Mit  dürfen wir wie mit einem Freund sprechen. Ganz unbefangen und ehrlich - egal ob mit Jesu Worten, dem Vater Unser, mit frei formulierten Gebeten oder auch nur wenn wir ihm in Stille unser Herz öffnen. Gott will immer nur das Beste für uns. Denn er ist ein liebender Vater, ein „best friend forever“ und noch so viel mehr.

Der Besuch Gottes

Stell dir vor, Gott besucht dich. Was würdest du zuerst machen? Würdest du ihm Fragen stellen, oder einfach erzählen lassen, warum er zu dir kommt? Oder würdest du ihm zum Essen einladen und ihm das Beste, das du hast vorsetzen? 

In der Lesung aus der Genesis kommt Gott zu Abraham. Er kommt aber nicht wie man meinen möchte mit gewaltigen Donner oder mit himmlischen Scharen. Gott kommt in der Gestalt von drei Männern zu Abraham. In der Ikonographie also der Bilder-Lehre der Ostkirchen heißt diese Begebenheit die alttestamentarische Dreifaltigkeit. Gott kommt wenn man es so sehen möchte als Vater, Sohn und Geist, jeweils in Gestalt eines jungen Mannes, darum sehen sich auf den Ikonen die drei Personen gleich. Aber zurück zu Abraham. Er lässt von seiner Frau Brot backen und vom Diener ein junges Kalb zubereiten. Das Beste ist ihm gerade gut genug für Gott. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn Gott bei mir zu Besuch kommt. War er vielleicht schon da und ich habe ihn nur nicht erkannt? Kommt er vielleicht sogar regelmäßig und ich beachte ihn gar nicht? Wenn ich in meinem Nächsten Gott erkenne, dann kommt Gott regelmäßig zu Besuch und ich muss gar keine Verrenkungen machen, ich kann und darf so sein wie ich bin. Gott liebt mich und dich, so wie wir sind. Wenn ich in meinem Nächsten Gott sehe, kann ich auch gern auf der Straße mit "Grüß Gott" jemanden begrüßen, denn das bedeutet zuerst, ich grüße den Herrn in dir und es bedeutet auch, lass dich von Gott grüßen und segnen. In diesem Sinne, ein herzliches "Grüß Gott" und eine segensreiche Woche mit vielen schönen Begegnungen.

“Ewig Leben” für manche eine Weinlage in Franken, für andere ein unerfüllbarer Wunsch - oder doch nicht? Jesus wird heute die Frage gestellt: “was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?”

Und der Herr gibt nicht einfach eine Antwort, sondern lässt den Fragesteller seine Frage selbst mit der Heiligen Schrift beantworten: “Du sollst deinen Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele…. und deinen Nächsten wie dich selbst.”

Auf diese drei Stützen stellt die Heilige Schrift also das Gerüst des Lebens: Gottesliebe, Nächstenliebe und Eigenliebe

Für mich heißt das im Umkehrschluss, wenn einen dieser drei Stützen zu kurz kommt oder eine zu sehr ausgebaut wird, kommt unser ganzes Leben ins Wanken. Nur Selbstverliebtheit bringt nichts, genauso wenig, wie wenn ich mich für andere verausgabe und dabei mich selbst kaputt mache. Und ohne Gott und die Liebe zu ihm geht alles schief. 

Ich wünsche dir, dass du immer einen guten Ausgleich findest, dass dein Leben nicht in eine Schieflage gerät und dass Gott mit seiner Liebe immer spürbar bei dir ist und du bei ihm. Sei da für deinen Nächsten, sei da für dich und sei da für den lieben Gott, dann wird dein Leben gelingen und du hast das “Ewige Leben”.

Nur noch etwas mehr als einen Monat - dann beginnen die Sommerferien. Bei vielen ist der Flug oder die Zugverbindung schon lange gebucht. Andere machen derzeit Großputz im Wohnmobil oder Wohnwagen. Das Lieblingszimmer im Hotel der Wahl oder die Ferienwohnung direkt in Strandnähe ist gebucht. Und natürlich wird zu gegebener Zeit wieder die Frage im Raum stehen. Was packe ich ein? Möglicherweise geht es Ihnen da wie mir: Es landet immer viel zu viel im Koffer, sodass die gefühlte Hälfte wieder ungebraucht wieder nach Hause wandert. Aber sicher ist sicher…

Wenn ich mir jetzt vorstelle , ich wäre eine von Jesu Freunden, die er im heutigen Evangelium aussendet - ich weiß nicht,ob ich mich auf die angekündigte Tour ins Ungewisse eingelassen hätte... Einfach los gehen. Ohne zu wissen, wo man unterkommen wird, ohne Reservekleidung, ohne Proviant und Geld - einfach los! 

Dass das auch noch gut geht, wie wir im weiteren Verlauf des Evangeliums erfahren, ist schon fast unglaublich und wirklich mutig. 

Und ja - für meinen nächsten Urlaub werde ich mir dieses Wort Jesu wohl  nicht zum Vorsatz nehmen. Aber  es ermutigt mich in anderen Bereichen Mal auf Netz, doppelten Boden, Pläne und Sicherheiten zu verzichten. Einfach Mal dem Bauchgefühl folgen ohne "was wäre wenn“, sondern dem eigenen Empfinden zu vertrauen , dass ich das Richtige tue, dass alles gut wird. Vielleicht zeigt sich ja dann im Rückblick: Ja, Jesus stand mir bei wie seinen Jüngern. Er war es, der mich diesen Weg hat einschlagen lassen - nicht alleine meine Pläne. Ich darf ihm vertrauen.

Gedanken zum 13. Sonntag im Jahreskreis 

 

"Zur Freiheit hat uns Christus befreit", so hat es Paulus im Brief an die Galater geschrieben. Sind wir in dieser Freiheit? Manchmal fühle ich mich schon eingeengt. Eingeengt, weil ich etwas bewegen möchte, aber nicht die Zeit zur Verfügung habe, die ich dazu gern hätte, oder weil ich dann andere Dinge schleifen lassen muss, die mir auch am Herzen liegen. Freiheit, ist so ein Wort für mich, dass mich irgendwie selbst einengt, was ist Freiheit? Bin ich frei, wenn ich in einem freien Land leben kann, wenn ich tun und lassen kann was ich will, oder alles sagen kann?

Was ist Freiheit für Dich?

 

Paulus ruft nicht dazu auf, dass jeder und jede machen soll was er oder sie will, sondern, "dient einander in Liebe". 

Paulus schreibt weiter, und diesen Satz finde ich sehr gelungen und plastisch: "Wenn ihr aber einander beißt und fresst, dann gebt acht, dass ihr nicht einer vom anderen verschlungen werdet!"

Ich finde, wenn wir in die Weltkirche schauen, in die Kirche in Deutschland, ist es zur Zeit ein Hauen und Stechen, irgendwie geht jeder gegen jeden und alle wollen ihre "Kirchenbilder" durchdrücken. Jeder und Jede möchte Freiheit, die einen möchten die Kirche komplett umkrempeln, die anderen am liebsten zurück in die Zeit vor dem Konzil. 

Sind das Freiheiten, zu denen uns Christus befreit hat?

 

Freiheit in Christus ist, wenn wir in unserer Pfarrei aufeinander zugehen, Acht geben und uns gegenseitig unterstützen - dient einander - in LIEBE

Abklatsch oder genial neu?

 Retro und Vintage sind ja derzeit in vielen Bereichen angesagt - egal ob Wohnungseinrichtung, Kleidungsstile, die es irgendwann schon mal gab und jetzt das Bild auf den sommerlich warmen Straßen und Freizeitanlagen prägen bis hin zu Schallplattenläden, die manch einem Musikfreund leuchtende Augen ins Gesicht zaubern und vieles mehr.

Dabei ist die Bandbreite groß, wie die Trends umgesetzt werden: Vom einfachen Abklatsch von alt Hergebrachtem - frei nach dem Motto was einmal gut war, kann nicht auf einmal schlecht sein - bis hin zu richtig genialen Neuinterpretationen, die es schaffen alt und neu perfekt zu verbinden, gibt es allerlei Schattierungen.

Einfach nur Abklatsch oder neues Original? Diese Frage kann sich auch mit einem Blick auf das Sonntagsevangelium stellen. Jesus scheint für die Menschen seiner Zeit irgendwie „Retro“ und einer der großen Propheten Israels 2.0 zu sein. Manche halten ihn für Elija, andere für Mose.

Jesus will aber mehr sein als eine Neuauflage von alt bekanntem und er hofft, dass seine Jünger es erkennen.

Jesus ist ein Original, der einzige Sohn Gottes, durch den Gottes Reich in unserer Welt angebrochen ist. Er ist es, der Gottes Botschaft ganz aktuell und alltagsnah zu den Menschen seiner Zeit gebracht hat. Und er ermutigte und ermutigt bis heute Menschen, es ihm gleich zu tun: Von Gott zu erzählen und seine Botschaft lebendig zu halten. - Vielleicht auch ein Auftrag an uns als Christinnen und Christen sich bisweilen zu zu überlegen: Wie können wir den Glauben an Gott leben, dass er nicht nur wie ein Abklatsch, eine Konservierung vergangener Tage wirkt? Wie kann es uns gelingen, dass seine Botschaft als aktuell und lebensbereichernd wahrgenommen werden kann?

 

 

 

Dreifaltigkeit, das Hochfest, das wir heute feiern, hat es in sich. Es ist nicht wie Weihnachten, Ostern oder Maria Himmelfahrt so einfach zu beschreiben. Heute haben wir kein Handfestes Ereignis, das wir feiern, sondern ein sogenanntes Ideenfest. 

Für mich ist es auch gar nicht so einfach, zu schreiben, ich möchte ja nicht sagen müssen: Es ist einfach so - Punkt. Das Fest, ist eigentlich das größte Geheimnis unseres Glaubens. EIN Gott in drei Personen - DREI Personen einer einzigen Gottheit. Wenn das schon für gläubige Christen nicht einfach vorstellbar ist, wie muss es dann erst für aussenstehende oder andersgläubige Menschen sein?

Vielleicht kann man die Dreifaltigkeit mit Wasser erklären. Wasser ist chemisch gesehen H2O. Wasser kann flüssig, fest oder gasförmig sein, bleibt aber immer H2O. Das Flüssige Wasser ist aber weder Dampf noch Eis, Dampf weder Eis noch flüssig.

So ist es auch mit unserem Gott. Der Vater ist nicht der Geist und nicht der Sohn, der Sohn nicht der Geist und nicht der Vater, trotzdem sind alle oder auch nur eine Person - Gott.

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt damit nicht noch mehr verwirrt, hoffentlich hat mein bescheidener Versuch eher dazu beigetragen, Gott besser verstehen zu können.

Vom Heiligen Augustinus gibt es eine Erzählung: Er lief am Strand entlang, da sah er ein Kind, dass mit einer Muschel versucht das Meer in einen Kuhle im Sand zu schöpfen. Augustinus sagt zu dem Kind, dass sein Unterfangen unmöglich sei. Das Kind sagte zu ihm: Ich glaube, es ist eher möglich, als dass du das Mysterium der Dreifaltigkeit ergründen kannst. 

Wenn es schon dem Heiligen Augustinus unmöglich war, dann, denke ich, ist es nicht schlimm, wenn ich es nicht verstehen kann. Ich glaube daran.

Türen auf!

Pfingsten, das Fest, bei dem wir in den Schrifttexten hören, dass der Heilige Geist Jesu Jüngern hilft, alle Grenzen, alles was sie zurückhält, zu überwinden. Alle Ängste und jegliche Unsicherheit, wie das Leben ohne Jesus weiter gehen soll, sind mit einem Mal überwunden. Endlich gehen für die Jünger verschlossene Türen auf. Sie gehen mutig hinaus um Jesu Botschaft zu verkünden. Selbst Sprachgrenzen stellen Dank der Kraft des Heiligen Geistes keine Hindernisse mehr dar.

Auch in unserer Zeit öffnen sich Türen zueinander. Und das nicht nur weil uns die Pandemie derzeit wieder ein fast normales Leben möglich macht. Menschen unterschiedlicher Nationalitäten leben in unserem Land so oft selbstverständlich und friedlich Tür an Tür. Geflüchteten aus der Ukraine wurde auch in unserer Pfarreiengemeinschaft Solidarität und Hilfsbereitschaft entgegengebracht und Kontakt trotz unterschiedlicher Sprachen zueinander aufgebaut. Zwischen Religionen und Konfessionen werden Wege gesucht, um zu stärken, was verbindet und dem in Respekt zu begegnen, was unterschiedlich ist. Jeden Tag setzen sich Junge und Alte gegen Mobbing und Diskriminierung ein und vieles mehr.

Doch trotz allem gibt es immer noch verschlossene Türen und verhärtete Fronten - in der eigenen kleinen Welt und in unserer gemeinsamen großen Welt. Für all das dürfen wir Gott um seinen Heiligen Geist, seine Kraft, bitten, damit bei uns und Weltweit Trennendes und Festgefahrenes überwunden und sein frischer Wind ein gutes und respektvolles Miteinander ermöglichen und Türen zueinander öffnen kann.

"Was steht ihr hier und schaut zum Himmel empor?" so werden die Apostel an Himmelfahrt gefragt. Unbeschreiblich, Jesus wird in einer Wolke zum Himmel emporgehoben.

Und jetzt? Ist er jetzt ganz weg? Lässt er mich, uns allein? 

Mir gefällt das Bild auf dem Taufbecken im Würzburger Dom von der Himmelfahrt. Oben sieht man nur noch die Füße, unten am Boden die Abdrücke, die er hinterlassen hat. Diese Fußabdrücke, seine Fußspuren, seine Spuren hat er hinterlassen, dass wir in ihnen gehen können. Immer wider begegnen wir Spuren Jesu in unserem Leben, oder wir verbreiten sie selbst, wenn wir von ihm reden. Auf dem Bild stehen die Apostel etwas verdutzt da, sie können es nicht begreifen, was sie sehen. Warum bleibt er nicht da, jetzt nach der Auferstehung? Warum erzählt er ihnen ncht noch mehr vom Vater? Warum geht er jetzt selbst hinauf zum Vater? und wie wird das werden, mit dem Heiligen Geist, den er ihnen versprochen hat? Fragen über Fragen! zurück bleiben erst einmal die Eindrücke, die Eindrücke der Füße im Boden und die erstaunten Apostel. Wie ist es mit dir? Himmelfaht und dann? Hast du noch erwartungen an ihn? Erwartest du seinen Heiligen Geist  so in dir? 

Oder geht es dir ehr wie den Aposteln, momentan fassungslos, ratlos, hoffnungslos?  Lass dich mit hineinnehmen in die Geheimnisse Jesu, wenn er vom Vater erzählt und DIR seinen Geist schickt!

„Es ist mal wieder viel zu trocken.“

In den vergangenen Tagen werden sich das sicher viele Hobbygärtner gedacht haben, wenn Blumen, Obst und Gemüse im Garten mal wieder traurig die Blätter hängen gelassen haben und der morgendliche oder abendliche Gang mit der Gießkanne ein absolutes Muss war. Und dann genau das Gegenteil mit Gewitter, Böen und Graupel. - Wieder nichts Gescheites für die Pflanzen und man merkt mal wieder so deutlich, dass Wachsen und Gedeihen eben nicht 100 prozentig in der eigenen Händen liegt - trotz Jäten, Düngen und sonstigem Einsatz.  Dass das auch für das Leben von uns Menschen gilt, wird uns im Buch Jesaja vor Augen geführt:

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken / und eure Wege sind nicht meine Wege - / Spruch des HERRN. So hoch der Himmel über der Erde ist, / so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege / und meine Gedanken über eure Gedanken. Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt / und nicht dorthin zurückkehrt, ohne die Erde zu tränken und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen, / dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, / das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, / ohne zu bewirken, was ich will, / und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.“ (Jes 55,8-11)

All unser Bemühen Planen und Tun ist wichtig und richtig. Und trotzdem ist es Gott, der für seine Schöpfung sorgt und der auch uns zum Wachsen und aufblühen bringt. Unter seinen Segen stellen wir deshalb die Natur und auch uns in diesen Tagen immer wieder in besonderer Weise. Möge Gott unsere Gärten, Felder, Wiesen und unsere Arbeit schützen und begleiten.

Ein neues Gebot gebe ich euch…

Von Jesus selbst hören wir heute das neue Gebot:
            Liebt einander!
            Wie ich euch geliebt habe,

            so sollt auch ihr einander lieben.
            Daran werden alle erkennen,
            dass ihr meine Jünger seid:
            wenn ihr einander liebt.

Der Vergleich bezieht sich auf das Beispiel der Fußwaschung - des Sklavendienstes - den Jesus seinen Jüngern kurz davor erwiesen hatte! Das Evangelium beginnt mit: "Als Judas vom Mahl hinausgegangen war" - womit sich die Passion unaufhaltsam anbahnte, was Jesus so deutete: "Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen und er wird ihn bald verherrlichen."

Die Herrlichkeit Gottes soll sich in der Passion zeigen? - Das ist wirklich ein völlig neues Gottesbild! Das entspricht keiner menschlichen Gottesvorstellung oder Gottesprojektion. - Aber das ist unser Evangelium!

Jesus gibt am Kreuz sein Leben für uns hin, er setzt davor aber das Altarsakrament ein, um bei uns Menschen bleiben zu können. Wenn wir Jesus im Sakrament empfangen, dann ist er mit seiner Liebe ganz nah bei uns. „Sakrament der Liebe Gottes...“ so heißt es im Lied. Die Liebe, die er uns schenkt, ist so wunderbar, so unvorstellbar groß, ich kann sie nicht beschreiben. Der Gott, der der alles übertrifft, kommt immer wieder zu mir, um mir seine Liebe zu zeigen. Liebe ich ihn auch? So richtig? Aus tiefstem Herzen?

Auch wenn ich manchmal zweifle, ER liebt mich!

 

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