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Gedanken zum Sonntag 17.05.20 – 6. Sonntag der Osterzeit - Joh 14,15-21

Eigentlich verändert sich in unserem Leben und in unserer Welt ständig etwas. Oft ist das gut so, sonst wäre es ja langweilig. Aber ich will auch Konstanten in meinem Leben, etwas, das bleibt. Gerade dann, wenn ich mich von Dingen oder Menschen verabschieden muss, wenn ich einen Neuanfang wage oder auch wenn ich vor großen Herausforderungen stehe.

Etwas, das bleibt. Etwas, das so ist wie ich es kenne. Etwas, das meine Erinnerung wachhält. Etwas, das mich mit dem Alten verbindet, aber auch durch das Neue trägt.

Jesus spricht mit seinen Jüngern über das, was bleibt, als sie zusammen im Abendmahlssaal sitzen. Seine Worte passen genauso gut aber auch in die Zeit vor seiner Himmelfahrt. Auf jeden Fall wird Jesus bald nicht mehr da sein. Die Jünger müssen alleine klarkommen.

Die Jünger sollen sich weiter bemühen, am Reich Gottes mitzubauen, sie sollen Jesu Botschaft verkünden, von der Auferstehung berichten und Menschen taufen. Sie müssen aber erstmal das Erlebte verarbeiten. Jesus verloren zu glauben, dann den Auferstandenen zu sehen, und dann ist er auch schon wieder weg, das müssen sie auch erst einmal verkraften.

Wir wissen nicht, ob die Jünger sich gewünscht haben, dass sie nicht ganz allein zurück bleiben, dass etwas von Jesus bleibt, dass sie erinnert, dass ihnen beim Neuen hilft, dass sie durch Unsicherheit und Trauer trägt, dass ihnen glauben hilft, was so unglaublich ist.

Jesus verspricht den Jüngern auf jeden Fall einen Beistand: „ich lasse euch nicht als Waisen zurück“ - der Beistand soll für immer bei ihnen bleiben. Dieses Versprechen gilt letztendlich auch uns. Auch bei uns wird dieser Beistand bleiben.

Was für ein Beistand das ist? Oder wer?
Und kommt der wirklich?

Heute mal ein Cliffhanger. Bis in zwei Wochen.

Bis dahin kann ich ja mal darüber nachdenken: Wann wünsche ich mir, dass etwas bleibt? Und wer, wie oder was sollte das sein?

[Irgendwas bleibt - Silbermond]

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