logo Hofheim Katholisch

Gedanken zum Ostersonntag – 04.04.21 – Joh 20,1-18

Veränderung

Es ist die große Veränderung, die wohl die meisten fürchten: der Tod. Ob der eigene oder der eines geliebten Menschen.

Maria Magdalena hat ihn erlebt. Noch keine drei Tage ist es her. Nicht genug Zeit es zu verarbeiten, vermutlich noch nicht einmal genug Zeit, wirklich zu begreifen, das Jesus tot ist. Und sicher nicht, um zu verstehen, was das für sie bedeutet oder wie es nun weiter gehen soll.

Sie kommt zum Grab. Früh am morgen. Um zu trauern, vielleicht auch um zu begreifen und den Abschied wirklich zu vollziehen, der davor nicht möglich war.

Doch dieser Gang in aller Frühe wird wieder alles verändern – nicht nur in ihrem Leben.
Das Grab ist leer. Der Stein ist weg.
Auch um diese Veränderung zu begreifen braucht es mehr, braucht es etwas Zeit.
Und es braucht die Begegnung mit dem Auferstandenen.

Diese Begegnung lässt die Veränderung, die geschehen ist, sichtbar werden.
Weg vom Grab, weg vom Tod, weg von der Trauer, weg vom Nichtwissen, was zu tun ist.
Hin zum Leben, hin zur Freude, hin zur Verkündigung der Botschaft: Jesus lebt.
Jesus geht uns voran in dieses ewige Leben. Auch wir haben dieses Leben.

Und diese Botschaft, die bald viel mehr Menschen weitertragen verändert alles, verändert die Welt für immer. Bis heute, bis in unser Leben hinein.

Wo Angst vor dem Tod war, ist Hoffnung auf ein neues Leben.
Diese Hoffnung macht es möglich, Jesus nachzufolgen, vom eigenen Leben für andere zu geben, ohne Angst haben zu müssen selbst zu kurz zu kommen, zu verlieren, sich aufgeben zu müssen.
Denn Gott schenkt uns das ewige Leben in Fülle.

­