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Gedanken zum Ostermontag – 05.04.21 – Lk 24,13-35

Verwunderung

Warum musste das geschehen? Warum musste er sterben? So früh, so brutal? Ausgerechnet jetzt?
Warum musste alles so kommen? Warum sind sie ihm denn überhaupt nachgefolgt?
Warum haben die Frauen so einen Aufstand gemacht? Warum sagen sie: das Grab sei leer?

Jemand schließt sich den Jüngern an, die sich nach Jesu Tod auf den Weg nach Emmaus machen. Sie bemerken ihn erst gar nicht. Zu sehr geistert ihnen die Frage nach dem „Warum?“ durch den Kopf. Zu sehr beschäftigt sie das Geschehene.

Die Person, die den Jüngern begegnet hat Antworten auf die Frage nach dem „Warum?“.
Uralte Antworten. Aus der Schrift.
Wundersame Antworten.
Unglaubliche Antworten.

Die Jünger sind so fasziniert, dass sie bitten: „Bleib doch bei uns!“
Sie wollen mehr Antworten, sie wollen mehr von diesem wunder-baren hören.
Doch sie bekommen noch Unglaublicheres zu sehen.

Als die Person, die mit ihnen am Tisch sitzt, mit ihnen das Brot bricht und teilt, erkennen sie Jesus.
Das Wunder ist geschehen: Er lebt wirklich wieder.
Und dann sehen sie ihn nicht mehr.
Doch ihr ungläubiges Staunen, ihre Verwunderung, verwandelt sich in Glauben und lässt sie umkehren: zurück nach Jerusalem, um den anderen alles zu erzählen.

So etwas wunderbares geschieht doch heute nicht mehr, so ein Wunder?
Jesus mit mir auf dem Weg? Jesus an meinem Tisch?
Würde ich es überhaupt sehen? Bemerken? Spüren?
Woran erkennen?

Oder ist es sogar doch schon passiert?
Hab ich ihn nicht doch schon gespürt? Auf meinem Weg? An meinem Tisch?
Habe ich mich gewundert? Habe ich das Wunder zugelassen?
Wurde aus der Verwunderung mehr...

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