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Gedanken zum Karfreitag – 02.04.21 – Joh 19,30

Verdunklung

Als Jesus stirbt wird es dunkel. Dunkel am Himmel. Dunkel um ihn. Dunkel für ihn.
Dunkel in den Herzen der Menschen, die ihn lieben, die ihm gefolgt sind, die so große Hoffnung auf ihn gesetzt hatten.

Ein Dunkel der Trauer. Ein Dunkel der Verzweiflung. Ein Dunkel der Hoffnungslosigkeit.
Ein Dunkel des Todes.

Selbst, wenn die Sonne scheinen würde, das Dunkel für die Menschen um Jesus wäre da. Es würde den Blick einschränken, alle positiven Gefühle zudecken. Das letzte bisschen Hoffnung ersticken. Das Leid, die Trauer, der Schmerz, werden vielleicht wenigstens auch sie von diesem Dunkel mit überdeckt?

Dieser dunkelste Tag zwingt am Ende in die Isolation, in das Verschließen hinter dicken Mauern und Türen, das Verstecken, aber genauso das Verschließen der Herzen. Nichts mehr zu sagen, nichts mehr zu tun, nichts… Was auch… Das Ende.

Mitten in diesem Dunkel – Jesu letztes Wort: „Es ist vollbracht!“

Das Ende?

Ja, ein Ende. Aber doch ganz anders als das Am-Ende-Sein im Dunkeln. Denn es ist so - sonderbar – bestimmt. So sicher. So seltsam zufrieden. Als wäre es gut… als wäre etwas nun vollkommen...

Und so ist da – im tiefsten Punkt der Dunkelheit – etwas woran man sich festhalten kann...

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