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Gedanken zum Sonntag – 28.02.21 – 2. Fastensonntag Mk 9,2-10

Verklärung

 

Ein verklärtes Gesicht. Etwas ganz besonders Gutes muss diesem Menschen wohl begegnet sein.
Eine verklärte Erinnerung. Nur noch das Gute zählt. Irgendwie hat alles gepasst.
Aber mein logisches Denken sagst: Fast ein bisschen zu schön, um wahr zu sein…?

Verklärung Jesu. Er und drei Jünger auf einem hohen Berg.
Plötzlich strahlt Jesus. Hell und weiß. Wie es kein Waschmittel hinkriegen würde. Überirdisch.
Aber mein logisches Denken sagt: Fast ein bisschen wie in einem Fantasy-Film…?

„Es ist gut, dass wir hier sind.“ Sagt Petrus. Für einen kurzen Moment ist alles so wie es sein soll.

Es ist nicht nur ein verklärter Moment, ein Moment, in dem Verklärung geschieht, sondern in dem auch Klärung und Erklärung geschieht, in dem sich klar zeigt, wer dieser Jesus ist.
Jesus, der Messias, der Sohn Gottes, der menschgewordene Gott selbst.
Nicht zu schön, um wahr zu sein, sondern wirklich wahr.

Für einen kurzen Moment ist auch für Petrus alles klar. Nicht im Verstand, nicht im Denken.
Sondern im Gefühl. Auch wenn sein Verstand nicht fassen kann, was geschieht.
Auch wenn er nicht weiß, was er sagen soll.
Er fühlt, was er tun will: Diesen Moment, dieses Gefühl festhalten.
Und doch: Die Offenbarung des Augenblicks ist zwar wahr, aber nicht festhaltbar.

Denn der Messias ist nicht nur der strahlende, erhabene König, dessen Weg immer nach oben führt. Jesus ist ein König, der für sein Volk leiden wird, dessen Weg nach unten führt.

Und schon ist der Augenblick der Verklärung vorbei. Schon ist da Furcht und Verwirrung.
Und doch beschäftigt dieser Augenblick die Jünger weiter...

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