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Gedanken zum 26. Sonntag im Jahreskreis   Mk 9,30-37

Sie schwiegen, denn sie hatten auf dem Weg miteinander gesprochen, wer der Größte sei.

„Hey, ich bin der Chef, du hast mir gar nix zu sagen“, den Satz hab ich des Öfteren auf dem Spielplatz gehört, wenn sich Kinder uneinig waren. Mal ehrlich, denken wir als erwachsene nicht auch manchmal so? Will ich nicht das sagen haben? Will ich mich manchmal nicht größer machen?

Im Evangelium haben sich die Apostel darüber gestritten, jeder wollte besser sein als der andere. Vielleich haben sie untereinander auch darüber gestritten, wer näher bei Jesus sein kann, wen Jesus mehr mag?

Jesus interessiert nicht, wer der Größte sein will, er sagt: „Wer der Erste sein will, soll der Diener aller sein.“ Für mich ein Aufruf, der es in sich hat. Nicht Neid und Gewinnsucht, sondern sich gering machen, in der damaligen Zeit so weit gehen, den anderen die Füße zu waschen, was Jesus ja dann auch selbst getan hat, das ist es, was die wahre Größe eines Menschen ausmacht.

Auch auf dem Spielplatz geht es meist nach dem ersten Streit wieder friedlich zu, und die Sandförmchen werden mit dem anderen geteilt, und beim Burgenbau wird die Freundin unterstützt – wahre Größe auch bei den kleinen.

 

Gedanken zum 24. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B Mk 8, 27–35

„Für wen halten mich die Menschen?“

„Entschuldigen Sie, hätten Sie mal fünf Minuten Zeit für eine kleine Umfrage zu Ihrem Medienkonsumverhalten, zu diesem oder jenem? Es dauert auch wirklich nicht lange.“

Ein Satz den so manch einer schon entweder mal am Telefon oder bei einem Stadtbummel gehört hat. Meistens ganz spontan und ausgerechnet dann, wenn ich mit den Gedanken ganz wo anders bin oder etwas wesentlich dringender tun müsste, als eine Umfrage zu beantworten.

Für manche Leute sind sie einfach nur nervig, für die dahinterstehenden Unternehmen mitunter wichtig, um herauszufinden, was ihre Kunden eigentlich wollen, was sie denken, und wie sie erreicht werden können.

„Für wen halten mich die Menschen und für wen haltet ihr mich?“ Im Grunde tut Jesus mit diesen beiden Fragen im Sonntagsevangelium erst mal nichts anderes. Genauso unvermittelt, richtet er sie mitten in den ganz normalen Lauf des Alltags seiner Jünger hinein.

Dabei geht es ihm aber nicht darum, Leute zu nerven oder einfach mit geschickten Werbestrategien unterschwellig zu beeinflussen. Er gibt jedem von uns die Zeit und die Chance, dieser Frage nachzugehen und ihn im Laufe des Lebens besser kennen zu lernen.

Wer ist dieser Jesus für mich? Und welchen Platz bzw. welche Bedeutung hat er für mein Leben? Wir dürfen dieser Frage nachgehen - mit Vertrauen, mit Zweifeln, mit allen unseren Erfahrungen. Sicher aber ist: Er ist für uns da. - Ohne Werbetricks und ohne Ausnahme.

Agnes Donhauser

Bild: Johannes Simon In: Pfarrbriefservice.de

Effata – öffne dich

Menschen bringen einen Mann zu Jesus. Dieser Mann kann nur stammeln, weil er nichts hört. Jesus nimmt ihn zur Seite und hilft ihm, er legt seinen Finger in die Ohren und berührt seine Zunge. Er blickt zum Himmel und sagt auf aramäisch, seiner Muttersprache: „Effata“- öffne dich. Ganz einfach, öffne dich. Dann kann der Mann reden und er kann hören.

Wie ist es bei mir, höre ich nimmer auf die Worte Jesu? Höre ich immer darauf, was in meiner Umgebung geschieht, nicht der Tratsch, sondern, höre ich dahin, wo meine Mitmenschen Hilfe benötigen? Öffne ich mich, öffne ich die Tür zu meinem Herzen?

In den letzten Wochen haben wir in den Überschwemmungsgebieten davon gehört, das viele Menschen den Hilferuf anderer an ihr Herz gelassen haben und nach NRW zur Hilfe geeilt sind, oder immer noch dort sind.

Aber auch in der nähren Umgebung gibt es immer wieder Ereignisse, bei denen unser Herz angesprochen wird, ob Unfälle, oder Brände, immer gibt es Menschen, die helfen.

Aber es gibt auch Menschen, die ihren Mund aufmachen, wenn Unrecht geschieht, und das ist gut so.

Öffnen wir unser Herz, unsere Ohren und unseren Mund, bei solchen Ereignissen, aber auch, um die frohe Botschaft Jesu zu verbreiten und weiter zu tragen.

Effata – öffne dich für sein Wort.

Gedanken zum Sonntag 08.08.21 - 19. Sonntag im Jahreskreis B - Joh 6,41-51

Gedanken zum Sonntag 01.08.21 - 18. Sonntag im Jahreskreis - Ex 16,2-4.12-15

Gedanken zum Sonntag 25.07.21 - 17. Sonntag im Jahreskreis - Eph 4,1-6

Gedanken zum Sonntag 18.07.21- 16. Sonntag im Jahreskreis - Mk, 6,30-34

Gedanken zum Sonntag – 11.07.2021 – 15. Sonntag im Jahreskreis – Mk 6,7-13

Gedanken zum Sonntag -  14.Sonntag im Jahreskreis - 04.07.2021 - Mk6,1b-6

Gedanken zu Sonntag – 27.06.2021 – 13. Sonntag im Jahreskreis – Mk 5,21-43

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